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Kiss Me Kosher01.10.2020



Text | Horst E. Wegener

Kiss Me Kosher I Beziehungsdramödie

Mehr Liebes-Schlamassel dürfte kaum gehen: Denn Shira (Rosenblatt) hat sich in Maria verliebt (Wolfram) – was angesichts des familiären Backgrounds der jungen Israelin einem mehrfachen No Go gleichkommt: Zur lesbischen Partnerschaft müssen erschwerend die Punkte nicht jüdisch und deutsch addiert werden.
So betrachtet, fallen die offenkundigen Gegensätze zwischen der coolen, eigentlich beziehungsunwilligen Shira – die sich im Alltag als Betreiberin eines Cafes zu behaupten weiß – und der blassen, großgewachsenen, leicht linkischen deutschen Biologin Maria (Wolfram) kaum mehr ins Gewicht. Heißt es nicht: Gegensätze ziehen sich an? Als größtes Problem auf dem Weg der beiden Turteltäubchen in die gemeinsame Ehe erweist sich Berta (Michaeli), Shiras Großmutter, in deren Augen die Deutschen nach wie vor allesamt Nazis sind und bleiben. Da auch Marias Eltern (Köhler, Schütz) zur Vervollständigung des Beziehungs-Kuddelmuddels in Jerusalem einschweben, und sich unter anderem in den unpassendsten Momenten in Meinungsäußerungen über die Zweistaaten-Lösung im jüdisch-palästinensischen Siedlungsgebiet, wo Shiras Großfamilie lebt, ergehen, geben solche Fettnäpfchen-Steilvorlagen Jungfilmerin Shirel Peleg reichlich Gelegenheit, ihre romantische Komödie mit Wortwitz aufzupeppen.
Der aus Venezuela stammenden Regisseurin, die ihr Handwerk in Israel und Deutschland lernte, gelingt mit ihrem Spielfilm-Erstling „Kiss me kosher“ eine tempoforcierte Utopie, die mit Situationskomik und spielfreudigen Darstellern.


Bewertung: Kiss Me Kosher
Deutschland ´20: R: Shirel Peleg, D: Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli, Bernhard Schütz, Juliane Köhler, Irit Kaplan, Eyal Shikratzi.
Wertung: + + + +  4/5
Cine k: ab Do. 1.10

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