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Filme im Kino

Über die Unendlichkeit17.09.2020



Text | Horst E. Wegener

Kunstkino:
Über die Unendlichkeit

Ein Mann sitzt in einem Bus und weint. Ein Priester ohne Glauben sucht vergebens um Rat. Ein Paar schwebt über den Ruinen einer vom Krieg zerstören Stadt.

Nur einige der Geschichten, die der schwedische Filmemache Roy Andersson in sein Alterswerk „Über die Unendlichkeit“ packt, um über die Existenz der Menschheit zu resümieren. Zwischen Makabrem und Poesievollem bewegen sich seine Figuren, oft in Slow Motion eingefangen oder gar eingefroren wie in den ikonischen Gemälden eines Edward Hopper, den Realismus der Kunst mit der Unwirklichkeit des Lebens konfrontierend. Angesiedelt in der für Andersson typischen kulissenhaft gestalteten Welt flanieren oder schweben diese Kunstfiguren unentwegt durch ihre Alltagsdramen: Vom um sein Leben flehenden Mann vor der Hinrichtung über den Vater, der seiner kleinen Tochter den Schuh zubindet bis hin zu spontan tanzenden Mädchen durchmisst das gerade mal 76 Minuten kurze Episodenwerk „Über die Unendlichkeit“ die Absurditäten der menschlichen Existenz.
Auch nach seiner eigentlich beendeten Kino-Trilogie über das Leben (beginnend mit „Songs from the Second Floor“ über „Das jüngste Gewitter“ hin zu „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“) bleibt Altmeister Andersson sich und seiner Leib-und-Magen-Philosophie treu: Der These Komödie ist Tragödie plus Zeit gewinnt er mit „Über die Unendlichkeit“ erneut eins seiner  versponnenen Episodenwerke ab.


Bewertung: Über die Unendlichkeit
Schweden/Norwegen/ Deutschland ´19: R: Roy Andersson, D: Martin Serner, Ania Nova, Jan-Eje Ferling, Jessica Louthander, Anders Hellström.
Wertung: + + + + 4/5
Cine k: ab Do. 17.9.


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