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Filme im Kino

Tenet27.08.2020



Text | Horst e. wegener

Tenet ; AgentenActioner
Im Rahmen eines scheinbar total aus dem Ruder gelaufenen Einsatzes in einem ukrainischen Opernhaus wird ein für die CIA arbeitender namenloser Agent (Washington) von Terroristen gefangen genommen. Mit letzter Kraft gelingt es dem Gefolterten, eine Selbstmordpille zu schlucken. Doch statt im Jenseits aufzuwachen, kommt er alsbald auf einem Schiff wieder zu sich. Und wird dort umgehend mit einer neuen Mission betraut, bei der nichts weniger ansteht, als die Errettung der gesamten zivilisierten Welt.
Mit dem kryptischen Wörtchen – „Tenet, gleich Grundsatz“ – ausgestattet, muss sich die offenbar einzig verbleibende Hoffnung der Menschheit auf die Suche nach der Quelle von „invertierter Munition“ begeben - sprich Objekte, die in der Zeit rückwärts codiert sind, aufspüren und unschädlich machen. Als Strippenzieher in diesem internationalen Spionage- und Waffenhändlerring fungiert der zwielichtige russische Gangster Andrei Setor (Branagh), dessen entfremdete Ehefrau Kat (Debicki) dem CIA-Agenten bald unterstützend zur Seite steht. Hauptproblem für jeden Beteiligten (sowohl auf der Leinwand als auch davor): Dass die Gesetze der Zeit nicht zu gelten scheinen – weshalb Regiegröße Christopher Nolan wie gewohnt die ewigen Lieblingsfragen all seiner Filme hin und her wenden mag: Kann man sich selbst in der Zeit begegnen? Welche physischen Auswirkungen hat es für jemanden, der sich in der Zeit rückwärts bewegt?
So sehr „Tenet“ fortwährend damit kokettiert, kompliziert zu sein (was definitiv so ist), und so bedauerlich es sein mag,  wenn eine Riege erstklassiger Schauspieler (neben John David Washington sind da vor allem Top-Mimen wie Michael Caine, Robert Pattinson, Kenneth Branagh zu nennen) eher zu gefühlserkalteten Menschmaschinen entwertet werden: Als Überwältigungskino und bilderwuchtig inszenierte Materialschlacht funktioniert „Tenet“ allemal, gelingt die Verknüpfung des Nolan´schen Philosophierens über die Zeit (à la „Inception“ oder „Interstellar“) mit Erzählmustern des Agententhrillers im Stil von „Mission Impossible“, James Bond oder Jason Bourne. Gar keine Frage: Ansehen!

Bewertung: Tenet
USA/GB ´20: R: Christopher Nolan, D: John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, Michael Caine, Kenneth Branagh
Wertung: + + + +  4/5
Cinemaxx ab Do. 26.8.

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