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Filme im Kino

Just Mercy: Rassismus-Drama27.02.2020

Text | Horst e. wegener

Just Mercy

Mitte der 1980er Jahre empfindet es der junge, farbige Anwalt Bryan Stevenson (Jordan) nach erfolgreicher Beendigung seines Jurastudiums an der Eliteuniversität Harvard als Pflicht, auch jenen Menschen ein gerechtes Strafverfahren zu ermöglichen, die zu arm sind, um sich die Dienste eines teuren Anwalts leisten zu können.
Also zieht es Stevenson gen Südstaaten, um in einer dieser Hochburgen des Rassismus Teil der Equal Justice Initiative haarsträubende Justizskandale wenn möglich zu verhindern. Bald nach seiner Ankunft im Süden übernimmt der Neuankömmling als Topanwalt den Fall Walter McMillians (Foxx) - dem die Todesstrafe droht, obwohl es keinerlei Beweise für ihn als Mörder einer weißen Frau gibt. Einzig jene offensichtlich falsche Zeugenaussage hat den einfachen, unbescholtenen Farbigen hinter Gitter gebracht. Je intensiver Stevenson das im Raum stehende Fehlurteil zu verhindern sucht, desto fassungsloser lässt ihn (und vor der Leinwand auch uns) der offene Rassismus und die Engstirnigkeit der Politiker vor Ort erschaudern.
Anders als sonst üblich in Gerichtsfilmen macht Regisseur Destin Daniel Cretton seine auf einem wahren Vorfall beruhende Geschichte nicht an brillanten Plädoyers oder überraschend auftauchenden Entlastungszeugen fest, besteht von Anfang an kein Zweifel daran, dass der Hauptzeuge Ralph Myers (Nelson) aus purem Eigennutz McMillian belastet. Statt dramatisch zu thrillen, lotet „Just Mercy“ die Haltung einer Gesellschaft aus, deren Vorurteile beim geringsten Anlass schier unausrottbar zu Tage treten. Toll geschauspielert vor allem vom Farbigen-Duo Jordan, Foxx ist das Ergebnis uneingeschränkt empfehlenswert.


Bewertung: Just Mercy
USA ´19: R: Destin Daniel Cretton; D: Michael B. Jordan, Jamie Foxx, Brie Larson, Tim Blake Nelson, O´ Shea Jackson Jr., Rafe Spall, Rob Morgan.
Wertung: + + + + 4/6
Cine k: ab Do. 27.02.

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