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Filme im Kino

Dokufilmsatire: All I never wanted16.01.2020

Text | Horst E. Wegener

Für die auf diesem Wege verabredete filmische Reportage begleitet das Regieduo eine Zeitlang die von einer Model-Karriere träumende 16-jährige Schülerin Nina und die über 40-Jährige Schauspielerin Mareile, die sich vom Fernsehen zum Theater umzuorientieren versucht. Während die Filmerinnen die fortwährenden Bemühungen ihrer beiden Hauptdarstellerinnen dokumentieren, sich den Erwartungshaltungen der Branche nicht permanent auszuliefern, halten auch Blendl und Stade von Anfang an mit Überlegungen zur Inszenierung von „All I never wanted“ nicht im Mindesten hinterm Berg. Das teils fiktiv, teils dokumentarisch anmutende Ergebnis beschert uns Zuschauern eine Art Film im Film: Dabei kommen immer wieder existenzielle Fragen ins Spiel – sowohl bei der jungen Nina, die für eine Laufsteg-Karriere in Mailand sogar ihr Abitur sausen lässt; als auch bei Fernsehschauspielerin Mareile, die in ihrer Brot-und-Butter-Jobserie durch eine jüngere Konkurrentin ersetzt wird und durchaus notgedrungen mit Theaterrollen liebäugelt. Da man sich als Kinogänger nie ganz sicher sein kann, was in „All I never wanted“ jetzt real oder inszeniert ist, folgen wir dem Geschehen mit sichtlichem Interesse. Und allmählich schwant es uns, dass die Filmerinnen ihre Doku so sehr produziert kriegen wollen, wie ihre zwei Portraitierten den Erfolg suchen. Vom hohen Preis, der dafür vor und hinter der Kamera zu zahlen ist, handelt die Dokufiktion „All I never wanted“.


All I never wanted:
DE ´19: Von und mit Annika Blendl, Leonie Stade, D: Lida Freudenreich, Mareile Blendl.
Wertung: + + + +      4/6
Cine k: ab Do. 16.1.

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