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Filme im Kino

Wochenzeitung DIABOLO:
Zukunft jetzt!: „Hi, AI“-Vorpremiere in Bremen06.03.2019

text  |. Horst E. Wegener

„Humanoide Roboter“ nennt man jene neueste Generation von Hightech-Maschinenwesen, die sowohl in den USA wie in Fernost längst verstärkt Eingang ins Alltagsleben finden. Bald könnten Roboter weltweit so selbstverständlich für ihre menschlichen Nutznießer sein wie Smartphones jetzt schon. Und hierzulande? In Deutschland verfügen nur 46 Prozent der Arbeitskräfte über das nötige Fachwissen für die Jobs der Zukunft – obwohl der Wandel der Arbeitswelt bereits begonnen hat. Dies konstatierte eine Studie des Weltwirtschaftsforums bereits im Vorjahr. Laut „Die Zukunft der Arbeitskräfte 2018“ würde das bedeuten, dass schon anno 2025 Maschinen mehr Arbeitsstunden erledigen dürften als Menschen – im Verhältnis 52 zu 48 Prozent.
Für ihre Dokustudie „Hi, AI“ schaut sich die Münchner Filmhochschulabsolventin Isa Willinger in der Hightech-Szene der USA und in Japan um. Dabei konzentriert sich die Filmerin einerseits auf den älteren US-Single Chuck, der mit seiner sündteuren Robotics-Neuerwerbung Harmony eine Reise quer durchs Land angeht; andererseits dokumentiert Willinger in Fernost den Alltag des Familienroboters Pepper, der einer älteren Dame behilflich sein soll. Die US-Robotfrau Harmony ist eigentlich eine modifizierte Sexpuppe, was der Film allerdings nicht weiter vertieft. Chucks Gefährtin kann sprechen, mit ihrem Gegenüber philosophische Gespräche führen, wird übers Smartphone gesteuert. Man unterhält sich über die menschliche Existenz oder Philipp K. Dicks Romanvorlage zu SciFi-Hollywoodhits wie„Total Recall“. In Japan fragen wir Kinogänger uns alsbald mit Oma Sakurai, die den Lausbub-Blechkameraden Pepper vom Sohn geschenkt bekam, „damit ich nicht verkalke“: Wer ist da eigentlich von wem abhängig und wie sollte ein faires Miteinander ausschauen. Mit der Zeit flirtet Pepper nämlich lieber mit der Schwiegertochter, zeigt sich an den Gesprächsthemen der alten Dame auffällig desinteressiert. Vor der Leinwand kommen wir uns hierzulande unweigerlich in den Kosmos von „Blade Runner“ und Co versetzt, köchelt gleichwohl die Erkenntnis im Kinogänger hoch: Alles real, die Zukunft scheint längst nicht mehr so weit entfernt wie gedacht.

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