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Netflix Serien Empfehlungen19.08.2020



OMNIPRÄSENZ
Netflix, Serie
Die junge Nina Peixoto ist ein Computergenie und lebt in einer nicht näher benannten Stadt, in welcher Miniaturdrohnen alle Menschen zu jeder Sekunde beobachten. Und sie findet das in Ordung, ja sie arbeitet für jenen Konzern, der für die Überwachung die Verantwortung trägt. Jenseits der Stadt – existiert das alte Brasilien weiter. So haben sich die Menschen in der Stadt freiwillig für diese Art der garantierten Sicherheit entschieden. An der Richtigkeit des Systems zweifelt Nina erst als ihr Vater erschossen wird – und keine Videoaufnahmen existieren. Sollte etwa das, was nicht sein darf, nicht existieren dürfen?
Die zweite brasilianische Netflix-Serie bietet relativ wenige Schauwerte. Man inszeniert auf dem Niveau einer deutschen Vorabendsoap. Schade, denn so entsteht auch eine zähe Inszenierung. Im Grunde erzählt Omnipräsenz eine Geschichte aus der Welt von „Black Mirror“. Nur gestreckt auf sechs Episoden. So bedarf es einiges an Durchhaltevermögen, um „Omnipräsenz“ tatsächlich bis zum Ende durchzuschauen. Schade, denn am Ende steht dann eine durchaus überraschende Wendung, die die zweite Staffel einleitet. Die bislang allerdings noch nicht bestätigt worden ist.


BLUTIGER TRIP Netflix, Serie


Molly zieht mit ihrer Tochter und ihrem Mann aufs Land. Wo sie sich unwohl fühlt, denn alle Menschen in ihrer Umgebung sind von morgens bis abends unfassbar fröhlich und gut gelaunt. Das kann doch nicht normal sein! Erik wiederum hat seinen Vater getötet. Frisch aus der forensischen Klinik entlassen, laden ihn seine vollkommen psychopathischen Brüder zu einem Trip ein und man fragt sich schon: Wie kann es sein, dass der vernünftige, empathische Erik zum Mörder wurde und seine Psycho-Brüder - nicht? Eine junge Lehrerin entdeckt derweil ein fürchterliches Geheimnis in ihrer neuen Schule, während eine Kostümparty eine irritierende Wendung nimmt und nach einem Diebstahl finden sich die Besucher eines Arbeitsessens in einem gläsernen Labor wieder, das von Außen mit Luft versorgt wird. Diese Luft wird weniger. Und retten kann sie nur der Dieb, der sich dann jedoch als eben dieser verraten würde. „Blutiger Trip“ ist eine norwegische Anthologieserie, deren Kurzgeschichten allesamt auf eine krachende Auflösung hinaus arbeiten. Szenisch teils richtig gut umgesetzt, ist es die von fantastischen Elementen vollkommen befreite Episode „Rattennest“, die echte Spielfilmqualitäten besitzt. „Rattennest“ ist jene Geschichte im Labor, die einem beim Zuschauern regelrecht die Luft stiehlt.


THE WOODS Netflix, Serie


Staatsanwalt Pawel Kopinski werden die Ermittlungen in einem bizarren Fall anvertraut. Auf dem Obduktionstisch der Gerichtsmedizin liegt ein Mann, der ermordet wurde. Jedoch erst vor wenigen Stunden. Was nicht sein kann, denn er wurde schon vor über 20 Jahren ermordet. So steht es zumindest im Abschlussbericht über ein fürchterliches Verbrechen, das sich 1994 in einem Feriencamp ereignet hat und dem vier Jugendliche zum Opfer fielen. Pawel Kopinski nimmt sich der Ermittlungen an, verschweigt jedoch einDetail bezüglich des Falles 1994: Er ist seinerzeit in dem Lager gewesen und der Tote war sein bester Freund. Basierend auf einem Roman des amerikanischen Schriftstellers Harlan Coben wurde die Handlung aus Neu-England nach Polen verlegt und für einen spannenden Sechsteiler aufgearbeitet. So spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Einmal ist dies Gegenwart, einmal ist dies das Jahr 1994. Der Clou: Während die Story in der Gegenwart stringent verläuft, springt sie in der Vergangenheit teils irrwitzig umher. Tatsächlich wird erst nach rund der Hälfte der Spielzeit klar, was für eine Art von Verbrechen seinerzeit geschehen ist und – wer die Opfer waren. Das ist ziemlich clever umgesetzt und bietet Platz für einige echte Überraschungen. Stilistisch an skandinavischen Thrillern orientiert, ist „The Woods“ ein echter Geheimtipp!

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