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MoX Soundcheck26.07.2022











Health: DISCO4 PART II (VÖ: 29.7.)
Die 2005 in Los Angeles gegründete Indierockband HEALTH setzt sich mit unverkennbar eigenwilligem Namensschreib- und Musikstil von der Kollegenschar im elektronischen, Industrial- oder Noise-Rock ab, indem man  instrumental verlässlich auf Brachialklänge schwört, zu denen Sänger Jake Duzsak seine melodiös-entrückten Lyrics kontrastierend beisteuert. Daneben bitten die längst auch im Videospielsoundtracksektor aktiven Soundtüftler regelmäßig die unterschiedlichsten Musiker zwecks gemeinsamen Brainstormings ins Studio. Auf „Disco4 Part II“ kommen erneut namhafte Konstellationen zum Tragen. Wobei trotz der immensen Bandbreite, die durch eine Beteiligung von Genre-Größen à la Nine Inch Nails, Lamb of God bis hin zu The Neighbourhood oder Poppy, dieser ewigen Gratwanderin zwischen (Nu)Metal, Industrial und Pop eingelöst wird, das Ergebnis faszinierend homogen klingt.  

Joseph Boys: REFLEKTOR (VÖ: 5.8.)
Wer den Namen der Band nur hört und nicht liest, könnte als Kunstinteressierter zuallererst an das verstorbene Akademiker-enfant terrible Josef Beuys denken. Eine durchaus beabsichtigte Verbindung sieht die Düsseldorfer Streetart-Punkcombo im Anspruch an all ihre Kompositionen eingelöst, dadaistisches Gebrabbel und lautstarke Wortmeldungen mit Post-Punk-Attitüde und Dance-Drive zum Gesamtkunstwerk auszubauen. Das stets mitschwingende Leitmotiv dazu lautet: „Die Zukunft, die wir wollen, muss gestaltet werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“. Eine Vision, für die die Joseph Boys nicht nur von der Fridays for Future-Generation und ihren Sympathisanten kaum Widerspruch ernten sollten.

Acua: IS THERE MORE PAST OR MORE FUTURE (VÖ: 12.8.)
Mit verquasten Statements à la „Wenn du deinen Kopf unter Wasser hältst, wird alles still und du hörst nur noch dich selbst“ wird auch im benachbarten Musiker-El-Dorado der anderen Seite des Rheins Wert auf verkopfte Thesen gelegt – was dem 2018 in Köln gegründeten Psych-Pop-Trio Acua nach der Vorstellung ihres Longplayer-Debüts immerhin zum Newcomer-Preis beim popNRW-Reigen verhalf.  Jetzt steht der Zweitling der Dreiercombo mit nicht minder bedeutungsschwerer Fragestellung im Titeltrack an; genretechnisch kann man Leadsänger Patrick Braun, Drummerin Caroline Prinz-Holtorf und Bassist Igor Franjic nach wie vor ihre Verehrung für die australischen Progrocker Tame Impala anhören.

Panda Bear & Sonic Boom: RESET (VÖ: 12.8.)
Panda Bear, der eigentlich Noah Lennox heißt, und Peter Kember, der unter dem Künstlernamen Sonic Boom aktiv ist, könnten einem als Strippenzieher und Frontmänner experimentierfreudiger Indierockformationen geläufig sein. Neben Animal Collective zum einen und Spacemen 3 zum anderen verbindet Lennox und Kember eine Vorliebe für Rockklassiker, die dem Kreativ-Duo in der Lockdown-orientierten Pandemie-Phase endlich dazu verhalf, ein gemeinsam produziertes Album  anzugehen. Da beide in Portugal leben, nahm man sich aus Kembers riesiger Vinyl-Sammlung Goodies von Eddie Cochran, Randy and the Rainbows, den Everly Brothers oder den Troggs vor – und modifizierte munter drauf los.

Various Artists: BEACH SESSIONS 2022 (VÖ: 12.8.)
Wollen wir uns den Ferienstress am Flughafen, in der rappelvollen Bahn und an den vielen unter Hitzerekorden leidenden, von Wassernotstand, Feuersbrünsten oder Streiks betroffenen Urlauberzielen wirklich antun? Den Zuhause-Bleibern sei hiermit alternativ die brandneue zwei-CD-Compilation aus der Milk&Sugar-Schmiede empfohlen: Zusammengestellt und gemixt vom M&S-Labelmitbegründer Michael Kronenberger könnte man sich vom heimischen Wohnzimmer, von der nächstgelegenen Rooftop-Bar oder der Baggersee-Partysause aus gen Ferne träumen. Die Zusammenstellung von gut 30 angesagten Dancekrachern aus den Studios von DePhazz, Purple Disco Machine, Pete Tong, um nur einige Künstler aufzulisten, lässt balearische Wohlfühlatmosphäre aufkommen.
                    Autor: Horst E. Wegener

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