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Various Artists: TOP OF THE CLUBS VOL. 91 (VÖ: 8.10.)13.10.2021



Abgemischt von Jerome, Markus Gardeweg und Neptunica reiht sich da ein Dancefloor-Feger an den nächsten, gut dreieinhalb Stunden lang. Damit nicht genug: Auf einer vierten CD wird der Hit-Reigen um ausgewählte Einzeltracks von Silberling eins bis drei ergänzt, die einem ungemixt und in voller Spiellänge präsentiert werden – darunter „Home“ in der Version von Jerome featuring Sarah de Warren, „Sky“ mit Markus Gardeweg an den Turntables oder „Marble“ vom Team Neptunica, Shockz und Rebecca Helena.    
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Ladyhawke: TIME FLIES (VÖ: 8.10.)
Was für eine Stimme: Mal erinnert uns Ladyhawkes Gesangsstimme an Stevie Nicks, mal an Debbie Harry - und in puncto Stil bekennt sich Phillipa Brown, wie die Neuseeländerin laut Pass eigentlich heißt, vor allem dazu, in Kiwi-Land mit den internationalen Charthits der 1980er Jahre aufgewachsen zu sein. Im Ergebnis führte das dazu, dass Brown frühzeitig New Wave mit  Indie-Rock und Elektropop vermischt, gleichzeitig in ihren Texten gern intime Thematiken anspricht. Mit Asperger-Syndrom, zig Allergie-Problemen, extrem seltenen Krankheiten und zuletzt Hautkrebs sowie Wochenbettdepression belastet, sind der mit einer Frau verheirateten Feministin Schicksalsschläge nicht unbekannt. Und doch strotzen Browns „Time Flies“-Songs nur so vor dancefloor-tauglichen elektronischen Sounds, die sich mit upbeat-rockigen Klängen abwechseln. Es überwiegt Optimismus.  
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Sam Himself: POWER BALLADS (VÖ: 9.10.)
Ein Künstlername, der uns auf ein ziemliches Ego tippen lassen könnte: Gleichwohl würde Sam Koechlin sich rückblickend als eher schüchterner Einzelgänger  einstufen.  An seinen Künstlernamen kam er unverhofft, nachdem ihn die zweite Hälfte des mit einer Gesangspartnerin gebildeten Duos beim allerersten Gig im Stich ließ und der versetzte Teenager vom Veranstalter schließlich als „Sam Himself“ auf die Bühne gebeten wurde. Mit 19 übersiedelte der Schweizer nach New York, wo er sich auf einer vitalen Musikszene behaupten musste. Die zehn Songs seines Debütalbums „Power Ballads“ schrieb der durch Europa tourende Wahl-New Yorker ab Anfang 2020 im Basler Quarantäne-Exil, da ihm Corona-bedingt die Rückkehr in die USA verwehrt war. Seine Indie-Pop-Tagträumereien spiegeln die Einsamkeit dieser seltsamen Zeit wider, künden gleichzeitig vom Licht am Ende des Tunnels.
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Eleanor McEvoy: GIMME SOME WINE (VÖ: 11.10.)
Als Tourbegleiterin für Sinéad O´Connor oder U2 bekam Eleanor McEvoy in den frühen 1990ern Bühnenroutine; anno ´92 glückte ihr der Durchbruch, nachdem kurz hintereinander Geffen-Records-Mann Tom Zutaut einem Soloauftritt der Irin in einem Dubliner Pub beiwohnte, und sich deren Ballade „A Woman´s Heart“ zum bis heute meistverkauften Song in der irischen Chart-Historie mausern mochte. Lukrative Deals mit international agierenden Major companies waren ab ´92 die Folge, Kritiker umjubelten McEvoy als „maybe the best rocker since Bono“. Dabei achtet die Multiinstrumentalistin darauf, musikalisch nicht nur einem Genre zugeordnet zu werden. Mal wird losgerockt, markiert frau auf folkig oder bluesig, um dann wieder der Piaf eine Hommage zu widmen, und immerzu unverwechselbar rüberzukommen.
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Acid Moon & The Pregnant Sun: SPEAKIN´ OF THE DEVIL (VÖ: 15.10.)
Ein Debütalbum, dem man anhört, dass alle beteiligten Musiker schon früher bei anderen Bands aktiv waren. Die Songs des achtköpfigen Rock-Orchesters aus Tel Aviv spiegeln Psychedelic-Sounds, Garagenrock und Sixties-Folk wider, was bei älteren Semestern Woodstock-nostalgische Erinnerungen freilegen könnte. Nichtsdestotrotz kommt „Speakin´of the Devil“ kein bisschen staubverkrustet oder gar gestrig daher – gut so!
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