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Soundcheck: u.a. Afterburner08.07.2020



Dance Gavin Dance: AFTERBURNER
VÖ: 10.7.


Mehr denn je darf dieser Bandname wörtlich genommen werden: Auf ihrem neunten Studioalbum „Afterburner“ animieren Dance Gavin Dance fast durchgehend zum Tanzen, motzen sie die eingängigen Melodien und treibenden Rhythmen bisweilen sogar mit gleichermaßen zündenden wie allseits motivierenden Refrains auf. Beim Klimachaos-Track „Calentamiento Global“ punktet Tilian Pearson etwa mit einer spanischen Gesangseinlage, die fürwahr traumhaft zur Dancehall-Nummer passt. Und mal ehrlich: Wer hätte so einen lateinamerikanischen Hitsong je von einer kalifornischen Post-Hardcore-Truppe zu hören erwartet? Andererseits hat die 2005 in Sacramento gegründete Band von Anfang an Wert auf größtmögliche Experimentierfreudigkeit gelegt, leben Dance Gavin Dance ihr Arbeitsmotto „Expect the unexpected“ konsequent aus. Gute-Laune-Mucke.  

Broadway Calls:SAD IN THE CITY VÖ: 10.7.)

Der hitverdächtige Bandname Broadway Calls steht für eine Punkrocktruppe aus dem US-Bundesstaat Oregon, die 2005 zusammenfand. Allzu produktionsbegeistert ist man zwar nicht: Immerhin hat sich das Trio gut sieben Jahre Zeit gelassen zwischen dem dritten und dem jetzt anstehenden vierten Longplayer. „Sad in the City“, allein schon der Name der brandneuen Scheibe verdeutlicht uns, auf welch finstere Zeiten die Menschheit zu driftet. Gut zu wissen, dass einem wenigstens die summa summarum elf Tracks genügend Feuer unterm Allerwertesten machen könnten, sobald wir den Lautstärkeregler unserer Anlage hochdrehen.


Margo Price: THAT´S HOW RUMORS GET STARTED (VÖ: 10.7.)


Dass Margo Price 2018 bei den Grammys in der Kategorie „Best New Artist“ nominiert war, dürfte niemanden wundern, der ihrem Reibeisenorgan lauscht. Einem US-Szeneblatt hatte der 1983 in einem Nest in Illinois geborene Blondschopf einst gebeichtet, sich lange gewünscht zu haben, kein auf Countrymusik abonniertes weißes Girlie abgeben zu müssen und lieber Soul à la Etta James oder James Brown singen zu können. Andererseits erinnert uns die Gesangsstimme des mittlerweile in Nashville wohnenden Singer-Songwriter-Talents bisweilen an Janis Joplin oder Bonnie Raitt; Margos Songtexte erzählen von erlittenen Schicksalsschlägen oder sie durchleuchten die politischen Missstände in Trumps USA. Ein moralinsaures Album? Mitnichten! „That´s how…“ ist glaubwürdig, reflektierend – hörenswert.


The Green Apple Sea & Wayne Graham: LESS THAN FAMILIAR


Beim Dresdner Indie-Label K&F hat man nicht nur den richtigen Riecher für hierzulande eher unbekannte Bands US-amerikanischer oder britischer Herkunft sondern ist auch in der hiesigen Musiklandschaft mit entsprechendem Bauchgefühl aufs Promoten eigener Entdeckungen aus. Unermüdlich werden Herzensprojekte eingefädelt, die im Vorfeld ungewöhnlich erscheinen. Dennoch dürfen wir im Nachhinein froh sein, dass sie zustande kamen. Aktuelles Beispiel: Die Europatour der US-Folkrockcombo Wayne Graham im vergangenen Sommer, die in gemeinsame EP-Aufnahmesessions mit der fränkischen Folkpopformation The Green Apple Sea einmündete. Je ein bislang unveröffentlichtes Original der beiden Bands plus Coverversionen ihrer Lieblingsmusiker wie Sharon van Etten oder Icona Pop wurden binnen 24 Stunden eingespielt – und zu country-, blues- und folkrockinfizierten Americana-Klassikern verdichtet. Mitreißend!


Portmonee:404  VÖ: 10.7.


Wer so um die Zwanzig ist und als Großstadtmusikern mit eigenen Songtexten schwanger geht, tischt gern Themen auf, die einander ähneln. Mit ihrem Debüt-Longplayer „404“ bildet die Berliner Band Portmonee den Alltag ostdeutscher Twens viel kenntnisreicher ab, als man das bei Allerweltsproblemchen à la „wo komme ich her, wo gehe ich hin und wieso habe ich am Mittwochmorgen einen sitzen“ annehmen könnte. Eingebettet in einen Genremix aus HipHop, Techno, Soul, Rock und Pop bewahrt sich „404“ jenen kratzigen Post-Indierocksound, der nach mehr schreit. Diese Band sollten wir im Auge behalten.


Janice Prix: WAKING VÖ: 17.7.


Wer im schwedischen Industriestädtchen Trollhättan auf politisch ausgerichteten Alternative-Pop aus ist, während man in der lokalen Szene auf Metal oder Punk schwört, dem steht ein gar steiniger Weg bevor. Gottlob waren sie bei Janice Prix dickschädelig genug, um selbst dann noch an ihren musikalischen Vorlieben festzuhalten, als jemand dem Noir-Pop-Trio anonym gefälschte Nachrufe inklusive Namen und Adressen an die Eingangstür ihres Aufnahmestudios pinnte. Eine Drohgebärde, die die Band und ihren Profiproduzenten letztlich nur umso mehr anspornte, einen rundum gelungenen Erstling abzumischen. Mission geglückt!


The Chicks: GASLIGHTER VÖ: 17.7.)


Man muss sich nur die Songtexte des brandneuen „Gaslighter“-Albums anhören, um zu merken, wie sehr die Chicks der internationalen Musikszene gefehlt haben. Da brechen die mehrfach Grammy-ausgezeichneten Powerladies der kämpferischen Stärke ihrer Geschlechtsgenossinnen über die Jahrhunderte hinweg mit Verve eine Lanze. Und sie legen die starken Bindungen frei, die frau durch unvorhergesehene Lebensumstände herzustellen imstande ist. Bis vor kurzem firmierte die erfolgreichste US-Frauenformation aller Zeiten noch unterm Namen Dixie Chicks. Doch in Zeiten von Black Lifes matter stieß dem weißen Mädels-Trio dies als zu südstaaten-rassistisch auf. Und obwohl seit „Taking the long Way“, der Vorgänger-Scheibe der Chicks vierzehn Jahre vergangen sind, gilt: Musikalische Erweckungserlebnisse garantiert.


Milk& Sugar: SUMMER SESSIONS 2020 (VÖ: 17.7.)


Auf ihren „Summer Sessions 2020“ kompilieren Mike Milk und Steven Sugar Deep House-Tunes und balearische House-Tracks international gefeierter DJ-Kollegen.

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