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Buch-Tipps
„Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid09.09.2026
Interview: Thea Drexhage
MoX: Wovon handelt das Buch?
Eske Hinrichs: Im Mittelpunkt steht Evelyn Hugo – eine mittlerweile ältere Hollywood-Ikone, die siebenmal verheiratet war und ein ziemlich aufregendes Leben hinter sich hat. Für ihre Biografie sucht sie sich ausgerechnet die eher unbekannte Journalistin Monique Grant aus. Und dann beginnt Evelyn, ihre Lebensgeschichte zu erzählen – von ihrem Aufstieg in Hollywood, ihren sieben Ehen, großen Erfolgen, Verlusten und Entscheidungen.
Aber schnell merkt man: Hinter dem Glamour, den Schlagzeilen und den sieben Männern steckt eine ganz andere Geschichte. Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Identität, Ehrgeiz und die Frage, wie viel man von sich selbst aufgeben muss, um das Leben zu bekommen, das man sich wünscht.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Eske Hinrichs: Mich hat Evelyn Hugo als Figur einfach fasziniert. Sie ist glamourös, selbstbewusst, ehrgeizig und gleichzeitig unglaublich verletzlich. Und sie trifft definitiv nicht immer die richtigen Entscheidungen. Genau das macht sie für mich so spannend.
Ich mag Bücher, bei denen die Figuren nicht einfach in „gut“ und „böse“ eingeteilt werden können. Bei Evelyn habe ich mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, wie ich meine Meinung über sie geändert habe. Und obwohl das Buch zunächst nach einer großen Hollywood-Geschichte klingt, steckt so viel mehr dahinter. Für mich ist es vor allem eine Geschichte über Liebe, Selbstbestimmung und die Geschichten, die wir anderen erzählen – und die, die wir lieber für uns behalten. Und ja: Es gab definitiv ein paar Stellen, an denen ich das Buch kurz zur Seite legen musste, um ein Taschentuch zu holen
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Eske Hinrichs: Eigentlich ziemlich vielen! Man muss weder Hollywood-Fan sein noch unbedingt klassische Liebes-geschichten mögen. Wer emotionale Geschichten, interessante Charaktere und ein bisschen Drama liebt, ist hier genau richtig. Ich würde es besonders den Menschen empfehlen, die Bücher mögen, bei denen man nach der letzten Seite nicht einfach denkt: „So, fertig“, sondern noch eine ganze Weile über die Geschichte und die Entscheidungen der Figuren nachdenkt. Und wenn jemand sagt: „Ich weiß nicht, ob das was für mich ist“ – lies es einfach Ich glaube, Evelyn Hugo kriegt viele.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Eske Hinrichs: Ich habe das Buch als Taschenbuch gelesen – und tatsächlich hat es eine kleine Buchklub-Geschichte hinter sich Ich habe es bei unserem jährlichen Bücherwichteln im Buchklub erwichtelt und war danach so begeistert von der Geschichte, dass ich es seitdem jedes Jahr selbst beim Bücherwichteln verschenke. Es ist mittlerweile quasi mein persönlicher Bücherwichtel-Dauerbrenner Ich finde einfach, dass es eine dieser Geschichten ist, die man gerne weitergibt. Und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn jemand anderes das Buch durch mein Wichtelgeschenk entdeckt.
MoX: Was wissen Sie über die Autorin?
Eske Hinrichs: Taylor Jenkins Reid ist eine US-amerikanische Autorin, die vor allem für ihre emotionalen und sehr charaktergetriebenen Geschichten bekannt ist. Neben „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ gehören unter anderem "Atmosphere" zu ihren bekanntesten Büchern. "Atmosphere" haben wir kürzlich erst im Buchklub gelesen.
Was ich an ihrem Schreibstil besonders mag: Ihre Figuren fühlen sich nicht wie perfekte Romanfiguren an, sondern eher wie echte Menschen. Sie treffen gute und schlechte Entscheidungen, haben ihre Geheimnisse, ihre Stärken und ihre Schwächen – und genau dadurch wirken ihre Geschichten so echt.
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ jedes Jahr wieder verschenke: Weil ich möchte, dass noch jemand diese Geschichte entdeckt












