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Buch-Tipps

„Das Glück hat acht Arme“ von Shelby van Pelt13.05.2026

„Das Glück hat acht Arme“ von Shelby van Pelt

Interview & Foto: Thea Drexhage

Also rät sie ihm, in das Dorf seiner Geburt zu fahren, um dort die Bewohner zu fragen. Sie gibt ihm Geld, von dem er sich ein klappriges Wohnmobil kauft und in besagtes Dorf fährt. Dort geht die Befragung natürlich voll in die Hose, denn als Fremder unter Dorfbewohnern wird er skeptisch beäugt. Hinzu kommt, dass eine so junge schwangere Frau ein heikles Thema ist und die Bewohner erst einmal zugemacht haben. Er bleibt zuversichtlich und als er ein nettes Mädel kennenlernt, entschließt er sich zu bleiben. Arbeit findet er in einem Aquarium, wo eine Putzhilfe gesucht wird. Der Direktor ist hoch erfreut, dass sich endlich jemand auf diese Stelle bewirbt, denn die Putzfrau (Tova), die er hat, verrichtet ihre Arbeit zwar sehr hingebungsvoll, wird jedoch auch nicht jünger. Tova arbeitet Cameron ein auf ihre ganz pedantische Weise. In diesem Aquarium lebt auch ein Oktopus (Marcellus), welcher vor langer Zeit bei Fischern im Netz landete und dort abgegeben wurde. Marcellus ist ein ganz Schlauer. Leider siecht er in seinem kleinen Aquarium so dahin. In seinem Nachbaraquarium sind Fische, die immer ganz tolle Leckerlies bekommen, die er nicht kriegt, er ist ja schließlich nur ein Krake. Eines nachts hat er sich einen Plan ausgedacht, wie er in das Nachbaraquarium kommt, um sich die Leckerlies zu holen. Das macht er des Öfteren. Tova kommt ihm wegen verdächtiger Wasserspuren auf dem frisch gereinigten Boden auf die Schliche und erwischt ihn schließlich. Sie lässt ihn jedoch weiterhin gewähren, denn beide haben eine besondere Verbindung. Als Marcellus den jungen Mann sieht, versucht er vieles, um die beiden freundschaftlich näher zu bringen. Es passieren viele schöne und witzige kleine Geschichten, bis Tova irgendwann nicht mehr kann und ihren Schlüssel beim Direktor abgibt, aber nicht, ohne sich eine Hintertür offen zu halten…


MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Ellen Cloer: Am besten gefallen hat mir das flüssige Lesen bei diesem Buch. Die Figuren sind überschaubar und man muss nicht ständig überlegen, wer das jetzt nochmal war. Inhaltlich mag ich, dass das Buch zeigt, wie Menschen noch zusammenarbeiten können.  Ich denke wir sind jetzt in so einer Zeit, wo Scheuklappen und Ellenbogen das Wichtigste sind und uns die Menschlichkeit verloren geht. Wenn man dann solche Bücher liest, macht das schon ein bisschen Hoffnung und man versucht vielleicht, etwas davon weiterzugeben,


MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Ellen Cloer: Eigentlich allen, weil es einfach ein schönes Buch ist, fernab von Sorgen und Nöten. Man kann sich einfach in dieser Geschichte, die viele positive Alltagssituationen beschreibt, wohlfühlen. Und das Positive, das brauchen wir heute mehr denn je. Ich habe das Buch schon vielen Leuten in meinem Umfeld empfohlen und es hat immer gefallen.


MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Ellen Cloer:  Aufmerksam geworden bin ich durch das Leseexemplar, dass wir hier bekommen haben. Das Cover hat mich sehr angesprochen und als ich angefangen habe es zu lesen, konnte ich es nicht mehr weglegen.

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