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Auf Spurensuche08.10.2020



Text und Foto  | Thea Drexhage

Die in Oldenburg geborene Politikerin, Frauenrechtlerin und Pädagogin hinterlässt auch 90 Jahre nach ihrem Tod noch tiefe Spuren in der Geschichte der Stadt. Neben der, von Udo Reimann gefertigten, Büste auf dem Cäcilienplatz trägt auch die IGS in Eversten ihren Namen. Diese feiert derzeit 30jähriges Jubiläum. Grund genug, für die Schülerinnen und Schüler, sich eingehend mit der Namensgeberin ihrer Schule zu befassen.
Koordiniert hat dieses, anfangs in kleinerem Rahmen geplante Vorhaben, Lehrerin Sonja Boeckmann. Dass dieses Projekt sich 1,5 Jahre hinziehen würde und daraus ein Buch werden würde, war anfangs noch nicht abzusehen.

Das kleine Werk umfasst die Arbeiten zahlreicher Kurse und Klassen und beleuchtet das Leben Helene Langes, ihre Einflüsse auf die Bildungs- und Frauenrechtsentwicklung und die Bedeutung ihres Schaffens in der Gegenwart. Dabei ging die Arbeit weit über die reine Textrecherche hinaus – so entstanden im Rahmen der Bucherstellung auch zahlreiche Comics und gar ein Theaterstück zum Leben und Schaffen von Helene Lange. Natürlich stand auch das erkunden der Spuren Langes in ihrer Heimatstadt Oldenburg im Fokus. Dabei halfen Florentine Wagner und Luca Czelinski. „Wir sind im WPK GL von Frau Boeckmann und sind am Anfang zu verschiedenen Orten wie der Helene Lange Straße gegangen und haben das fotografiert und alles zusammengetragen. Dann haben wir Texte gesucht, von Helene Lange und früher.“ Dass die Namensgeberin der Schule bis zum Projekt des Buchs gar nicht so viel Beachtung im schulischen Kontext fand, war einerseits Auslöser des Projekts und sorgte andererseits auch für die ein oder andere Überraschung bei der Arbeit an den Aufgaben, wie Florentine Wagner berichtet. „Wir haben so beispielsweise das Denkmal in Oldenburg von Helene Lange gesehen, was uns sonst eigentlich noch nicht wirklich aufgefallen ist. Auch die Polizeiwache, die da jetzt ist, die war dort früher auch mit Helene Lange verbunden. Das war interessant mal zu sehen, was es hier so für Spuren von ihr gibt.“ Auch persönlich konnten sich in den Schülerinnen die zwar schon in der Schule vermittelten Werte Langes noch einmal mehr festigen. „Wir ziehen daraus, dass man ein bisschen mehr auf Gleichberechtigung achtet. Ich persönlich hab daraus gelernt, dass es wichtig ist, dass Gleichberechtigung eingehalten wird. Nicht nur zwischen Jungs und Mädchen, sondern generell im Sozialleben.“, erzählt Luca. Der Umgang mit dem Schulunterricht während Corona in den letzten Monaten wurde viel diskutiert, natürlich wirkte sich das auch auf das Helene Lange Buch aus.„Durch die Coronazeit war das Arbeiten an dem Buch ja noch etwas schwieriger, ich glaube wir haben etwa ein dreiviertel Jahr daran gearbeitet.“
Aber so viel Durchhaltevermögen wird am Ende bestenfalls natürlich auch belohnt, wie Florentine erklärt:„In unseren LEBs – also Lernentwicklungsberichten, darin wurde aufgeschrieben, wie unsere Mitarbeit an dem Buch aussah und ob wir gut oder nicht so gut mitgearbeitet haben.“ Und vom fertigen Ergebnis, da sind beide begeistert.„Uns gefällt das gesamte Buch. Wir finden es sehr gut gelungen, auch dass es im Isensee Verlag veröffentlicht wurde finden wir schön.“

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