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„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells
Vorgestellt von Bianca von Husen, Studierende23.10.2019



Von einem Tag auf den anderen endet ihre behütete Kindheit: Ihre Eltern kommen bei einem tragischen Unfall ums Leben. Die Geschwister werden daraufhin auf ein Internat geschickt und entfernen sich immer weiter voneinander, zumal sie nicht wissen, wie sie mit dem Verlust ihrer Eltern umgehen sollen. Liz versucht in einem extremen Lebensstil Ablenkung von ihrem Leiden zu finden. Sie fängt früh an, mit Drogen zu experimentieren und verstrickt sich in viele Männergeschichten. Der ältere Bruder Marty flüchtet sich hingegen in eine fiktive Computerwelt. Währenddessen fühlt sich Jules von seinen Geschwistern komplett allein gelassen. In einer seiner Mitschülerinnen findet er Trost und Verständnis, weil sie einen recht ähnlichen Schicksalsschlag erlebt hat. Sie wird sowohl seine Leidensgenossin als auch seine Seelenverwandte werden. Einerseits behandelt der Roman eine dramatische Familiengeschichte, in der die Geschwister versuchen, mit dem Tod und der Einsamkeit umzugehen. Andererseits finden wir hier aber auch eine große Liebesgeschichte vor, die ohne Schnörkel auskommt. Zudem werden viele philosophische Fragen aufgeworfen, die unser Leben betreffen: Was hat im Leben Bestand? Was passiert nach einem solchen Schicksalsschlag und wie beeinflusst dieser weiterhin unser Leben? Und ist es möglich, seinen Seelenverwandten zu finden?
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Bianca von Husen:  Auf dem Papier. Von E-Books halt ich gar nichts. Ich habe einfach gerne die Bücher aus Papier in der Hand, bei denen ich besondere Textpassagen markieren oder bestimmte Seiten knicken kann. Ich mag es, wenn die Bücher Gebrauchsspuren ausweisen.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut an dem Buch gefallen?
Bianca von Husen:  Stellenweise fand ich mich in dem Buch mit meiner eigenen Lebensgeschichte konfrontiert. Zum Teil hätte ich manche Passagen ebenso selbst schreiben können. Mit Ausnahme des tragischen Vorfalls der Eltern gibt es da einige Parallelen: Ich habe beispielsweise auch drei Geschwister und mit ihnen gleichermaßen die Erfahrung gemacht, dass man sich unterschiedlich entwickeln und trotzdem im Leben auch wieder zusammenfinden kann. Zwar besitzt das Buch nur knapp über 300 Seiten, aber trotzdem nimmt es einen so gefangen, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Es gibt einfach viele schöne Momente in der Geschichte.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Bianca von Husen:  Zwar handelt es sich bei diesem Roman um eine fiktive Geschichte, aber vielleicht mag sie denjenigen Leser*innen zu empfehlen sein, die sich fragen, was sie in ihrem Leben eigentlich als wichtig erachten. Wer sich zudem viel mit den Themen Schicksal und Zufall auseinandersetzt, für den mag  der Roman ebenfalls von Interesse sein.

Text und Foto: Dana Hubrich

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