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MoX - Veranstaltungsjournal
Lachen ist gut03.07.2018



Text und Foto: Dana Hubrich


Und genau aus dieser Gefühlregung besteht auch ein Großteil seines Alltags. „Was das Wasser für die Pflanze, ist das Lachen für die Menschen.“ Mit diesem Spruch bringt der Oldenburger auf den Punkt, mit welchem essentiellen Wert er das Lachen für den Menschen versehen würde: Lebensnotwendig. Purnima betreibt neben seiner Arbeit als Psychologe seit vielen Jahren Lachyogakurse. Durch einen Volkshochschulkurs kamen er und seine Frau in Berührung mit dieser besonderen Ausrichtung des Yoga. „Ich stellte fest, dass das eine unglaubliche Bereicherung nicht für mich, sondern auch für meine Beziehung und den Freundeskreis war und nach wie vor ist.“ Somit fassten er und seine Partnerin den Entschluss, selbst auch Lachyogakurse anzuleiten; mithilfe eines Fünf-Tage-Workshops wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt und das nötige Wissen für solch eine Leitung erworben. Doch was genau bewirkt denn nun das „angeleitete“ Lachen? Worin begründet sich der Reiz, der ausschlaggebend dafür ist, dass sich auch in Oldenburg immer mehr Lachclubs einfinden? „Im Körper werden ganz viele Endorphine ausgeschüttet, selbst wenn das Lachen anfangs vielleicht ein bisschen aufgesetzt ist. Dadurch kann sich der Körper entkrampfen, der Geist entspannen und die Gedanken klarer werden. Im Allgemeinen verbessert sich durch das regelmäßige Lachen nicht nur die Stimmung. Damit zusammenhängend fördert es einen besseren Schlaf und die Verdauung wird angeregt.“ Lachyoga erzeugt also ein Wohlbefinden, dass auch ganz viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Das erkannte auch der indische Arzt Madan Kataria. In den 90er Jahren stellt er fest, dass erkrankte Menschen seltener lachen. Er beschloss, mit einer kleinen Gruppe regelmäßig einen Park aufzusuchen und gemeinsam mit ihnen das Lachen wieder zu „erlernen“. Er und seine Frau, die als Yogalehrerin tätig ist, erkannten die gesundheitsfördernde Wirkung des Lachens. Zusammen  entwickelten sie spezielle Übungen, in denen das Lachen und die Essenz des Yoga miteinander kombiniert wurden. Mittlerweile existieren zahlreiche Lachclubs und ähnliche Ausrichtungen in vielen Ländern. Purnima erklärt, warum das Lachen gerade in unserer Gegenwart von großer Bedeutung sein könnte. „Wir leben in einer Zeit, die durch ganz viel Stress und Druck bestimmt wird. Es gibt Kürzungen und Einbuße. Im Konsumieren soll die vermeintliche Erfüllung des Lebens liegen. Ich merke immer wieder, wenn Leute regelmäßig Lachyoga betreiben, dass das einfach eine andere Verbindung zwischen den Menschen schafft, in der solche negativen Faktoren immer weniger eine Rolle spielen.“ Von einem Trend oder gar einer Massenbewegung des Lachyogas würde der Oldenburger aber nicht sprechen, sondern eher von „einer Nische, die gut tut.“ In Vorbehalten gegenüber Lachyoga taucht oftmals der Vorwurf auf, dass die Teilnehmer*innen gezwungen wären zu lachen. Dem entgegnet Purnima: „Ich finde es schön, wenn die Einladung zum Lachen besteht. In einem Kurs geht es darum zu schauen, wie ich mich als Teilnehmer*in mit meiner Stimmung einbringen kann. Traurigkeit ist auch wichtig, Lachen und Weinen liegen manchmal nahe beisammen.“ Gerade diesem erzwungenen, gequälten Lächeln im Alltag will Lachyoga entgegenwirken. Mit dem Lachen kann eine befreiende Leichtigkeit in das Leben einkehren. Darin sollte man sich, so Purnima, die Kinder zum Vorbild nehmen. „Ich glaube, wir können einfach viel von Kindern lernen, wie sie lachen und den gegenwärtigen Moment leben. Sie sind unsere Lehrmeister in Sachen Leichtigkeit und im Ausdruck von Emotionen.“ Das versucht der Lachyogaleiter auch in seinen Kursen zu vermitteln.  Am Ende eines Kurses erfolgt dann die Lachmeditation, wo alle auf dem Boden liegen, sich entspannen und gemeinsam lachen. „Manche fragen sich dabei: ‚Warum lache ich eigentlich noch?‘ Doch es muss keinen Grund geben, der Lachreflex ist einfach ausgelöst worden und ist einfach wunderschön, dem Zuzuhören oder mittendrin zu sein. Für mich gibt es nichts Schöneres als mit Leuten zu lachen.“

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