direkte Antwort ohne Umwege!
Kleinanzeigen
Aktuelles
Zwei Generationen des Jazz von morgen21.10.2026
Text: Annika Müller Foto: Pixabay
Im Rahmen seiner Norddeutschland-Tournee macht das renommierte Jugendjazzorchester Station in Oldenburg und trifft dort auf ein regionales Nachwuchsprojekt, das sich der Förderung junger Jazztalente verschrieben hat. Das Jazzlabor ist ein Kooperationsprojekt der Jazzmusiker Initiative Oldenburg e. V. (JMO) und der Musikschule der Stadt Oldenburg. Es richtet sich an interessierte und talentierte junge Musikerinnen und Musiker aus der Region zwischen Ems und Weser. Das Jugendjazzorchester NRW wiederum steht für den Jazznachwuchs eines Bundeslandes, dessen vielfältige Festival- und Ensembleszene zu den wichtigen Säulen der deutschen Jazzlandschaft zählt. In diesem Jahr ist das Orchester zudem aus einem besonderen Anlass unterwegs: Es feiert sein 50-jähriges Bestehen und verbindet seine Jubiläumstour mit musikalischen Begegnungen wie der in Oldenburg.
Westcoast-Sound trifft Bigband-Jazz
Musikalisch dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf zwei unterschiedliche Klangwelten freuen. Während das JJO NRW in klassischer Bigband-Besetzung auftritt, präsentiert das Jazzlabor ein Programm in einer kompakten Smallband-Konstellation mit insgesamt elf Musikerinnen und Musikern: vier Saxofonen, zwei Trompeten, zwei Posaunen und einer Rhythmusgruppe.
Das Jazzlabor widmet sich derzeit dem Westcoast-Jazz und setzt dabei auf einen eher klassischen, kompakten Sound. Das JJO NRW bildet dazu einen Kontrast: Mit seiner Besetzung und unter der musikalischen Leitung von Stephan Schulze oder auch Gabriel Pérez ist ein moderneres und zeitgenössisches Klangbild zu erwarten. Gemeinsam ist beiden Formationen die Verbindung von Arrangements, Kompositionen und Improvisation, die ein wesentliches Element des Genres ausmacht.
Auch solistisch dürfte einiges zu entdecken sein. Beide Ensembles bringen nach Angaben der Veranstalter ein großes Spektrum an Bigband-Musik und markante Solistinnen und Solisten auf die Bühne. Ebenso gehören Jazzsängerinnen zum Programm beider Formationen.
Begegnungen, die über die Bühne hinauswirken
„In erster Linie geht es aber darum, den jungen Spielern ein gutes Podium zu bieten, das sie motiviert“, erklärt Philipp Pumplün, Leiter des Jazzlabors und Organisator des Konzerts. Für junge Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker sind solche gemeinsamen Konzertabende weit mehr als eine Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Sie erleben die Arbeit mit gleichgesinnten Künstler*innen, lernen andere musikalische Arbeitsweisen kennen und knüpfen Kontakte über regionale Grenzen hinweg. Daraus können Freundschaften, Netzwerke und neue Impulse für den eigenen musikalischen Weg entstehen. Gerade für ein regional verankertes Förderprojekt wie das Jazzlabor ist die Begegnung mit einem etablierten Jugendjazzorchester deshalb ein wichtiges Signal für den Stellenwert des jungen Jazz in Oldenburg und der Region. Eine besondere Verbindung zwischen beiden Ensembles gibt es bereits: Sebastian Hinrichs, künstlerischer Leiter der Jazzlabor-Bigband, war selbst einmal Mitglied des Jugendjazzorchesters NRW. Pumplün fasst zusammen, was das Publikum erwartet: „Das Wunderbare an Konzerten von jungen Ensembles ist die pure Spielfreude und Begeisterung zu erleben, mit denen die jungen Menschen ihren Weg beschreiten.“
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.












