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Zu Klangreisen durchs Ostfriesische.30.04.2024



Text: Horst E. Wegener
Das Beste daran: Ein Reigen durchreisender Stars kostet den Staat nur den Bruchteil dessen, was für die ganzjährige Versorgung mit Sinfonik und Neuer Musik fällig wäre. Sei´s drum: Seit nunmehr 40 Jahren bringt der so engagiert wie teils privat von der Musikerfamilie König und Seelenverwandten organisierte Musikalische Sommer in Ostfriesland kulturell aufgeschlossene Einheimische, interessierte Touristen und experimentierfreudige Künstler miteinander in Kontakt. Da die Spielorte hier keine Konzertsäle wie andernorts sind, machen sie bezaubernd eigenwillige Veranstaltungen möglich.
Diese schlichtweg familiäre Atmosphäre ist´s denn auch, die selbst einen Großen wie Dimitri Ashkenazy seit mehr als 30 Jahren reizt: Alljährlich zwischen seinen Auftritten auf den internationalen Bühnen wie der Hollywood Bowl in Los Angeles, dem Sydney Opera House, der Royal Festival Hall London oder den Salzburger Festspielen schaut der Klarinettist im Ostfriesischen vorbei. Zum diesjährigen MuSiO-Konzert am 16. Juli in der Kirche von Marienhafe bringt der Weltenbummler den Schweizer Hornist Martin Roos mit – inklusive dessen ganz besonderem Instrument, dem Alphorn. Gemeinsam mit dem tastenvirtuosen Festivalleiter Iwan König stehen auf dem Programm Stücke von Charles Koechlin, Jean Francaix und Johannes Brahms. Wobei es niemand im Publikum wundern dürfte, wenn Ashkenazy mal wieder eins seiner typischen Auftrittsrituale auslebt und trotz des kalten Kirchenfliesenbodens barfuß spielt.
Der Anspruch von Iwan Königs verstorbenem Vater, dem Festivalgründer und Violinen-Virtuose Wolfram König, fußte übrigens von Anfang an darauf, neben traditioneller und moderner Klassik auch Jazz, Weltmusik, Uraufführungen, Kompositionsaufträgen und Werken verfemter Künstler im alljährlichen MuSiO-Reigen zu berücksichtigen. Dieser Neugier für die unterschiedlichsten Musikstile folgend, könnte man sich unter etwa am 30. Juli nach Gristede aufmachen, wo auf Gut Horn die vier Musiker des Cuarteto Soltango zur Fiesta de Tango bitten: Da werden einem die Ikonen der sogenannten goldenen Ära nähergebracht – darunter Aníbal Toilo, Osvaldo Pugliese und Horacio Salgán-, die das Quartett um feurige Kompositionen von weiteren namhaften Vertretern des argentinischen Tangos wie Juan D´Arienzo oder  Edgardo Donato ergänzt.
Wem angesichts der Vielzahl an Konzerten, die zwischen der kammermusikalischen Eröffnungsveranstaltung am 24. Mai in der Großen Kirche in Leer und dem Schlusskonzert in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden am 1. August im Ostfriesischen über die Bühne gehen werden, noch immer nicht so genau weiß, wofür sich der Ticketkauf lohnen mag, dem nehmen die Veranstalter die Qual der Wahl von den Schultern, indem man drei Pakete geschnürt hat: Da muss die Entscheidung nur fallen zwischen dem Paket „Die Großen“ (inklusive Eröffnungskonzert in Leer am 24. Mai, NDR Vokalensemble in Papenburg am 18. Juni und Anschlusskonzert in Emden am 4. August), dem Paket „Quartette“ (inklusive German Hornsound in Dunum am 14. Juni, Il Rosario in Victorbur am 22. Juli und Romantische Klavierquartette in Emden am 2. August) oder dem Paket „Jazz & Pop“ (inklusive The Airlettes am 16. Juni in Aurich, Neo Klezmer Reloaded am 20. Juli in Carolinensiel und Cuarteto Soltango am 30. Juli in Gristede). Von Vorteil bei diesen Paketvorschlägen ist selbstredend auch der jeweilige Sonderpreis, der gegenüber Einzeltickets um gut zehn Prozent verbilligt zu Buche schlägt.
Näheres zu den einzelnen Konzerten und zu den Tickets via www.musikalischersommer.com.

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