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Von der Theorie in die Praxis30.04.2024



Text und Foto: Thea Drexhage


In der Sammlung des Oldenburger Stadtmuseums fehlen bisher Objekte, die sich mit Queerness in der Stadt im Laufe der Geschichte beschäftigen. Da kam die Idee des Open Objects Collective genau richtig. Denise Neumann, Sabine Heuchler, Wencke Kumke und Franziska de Vries haben während ihres Studiums im Bereich Museum und Ausstellung ein Konzept für eine Ausstellung erarbeitet, die sich mit dem queeren Leben in Oldenburg beschäftigen soll, dieses erwies sich als so überzeugend, dass sie sich entschieden haben, das theoretische Konzept nun in der eigenen Freizeit auch in die Praxis umzusetzen. „Queer und von hier! Oldenburger Stadtgeschichte(n)“ wird die Ausstellung heißen. Um einen möglichst breitgefächerten Blick auf das Thema werfen zu können, benötigen die Vier Mitarbeit von außen. Queere Vereine und Communities wurden und werden kontaktiert und um Mitwirkung gebeten, aber auch jede*r Einzelne soll sich bei dem Projekt einbringen können – mit Objekten und Geschichten, die in Verbindung stehen mit der queeren Geschichte Oldenburgs. „Uns ist dabei vor allem wichtig, dass wir direkt mit Leuten und Communities sprechen, statt nur über sie zu reden. Beim Open Call suchen wir queere Objekte, die am Ende bestenfalls in die Sammlung des Stadtmuseums übergehen. Unter Queerness verstehen wir einen Bruch mit der Heteronormativität und ein queeres Objekt ist etwas, das etwas über die queere Identität einer Person erzählt; das kann eine Flagge sein, mit der demonstriert wurde, uns wurde aber auch schon Kunst angeboten. Uns ist wichtig, dass es eine Geschichte erzählt.“, so Franziska de Vries, die ganz gespannt darauf wartet, welche Objekte sie in den nächsten Wochen noch alles erreichen werden - das können Zeitungsartikel, Alltagsgegenstände, Briefe. Chatverläufe, Fotos und vieles weiteres sein. Noch bis Ende Mai haben Oldenburger*innen die Möglichkeit, an der Sammlung mitzuwirken und auch für die vier Student*innen gibt es bis dahin noch einiges zu tun, denn eigentlich arbeiten sie alle gerade an ihren Masterarbeiten. „Das ist irgendwie zu einem Vollzeitprojekt geworden und für’s Studium bleibt da weniger Zeit als gedacht. Das ist eine Herausforderung“, gesteht Franziska de Vries, „Schön ist, dass das Stadtmuseum bereit war, unsere Idee mit uns umzusetzen. Sie lassen uns recht freie Hand dabei, wie wir arbeiten und unterstützen uns bei Pressesachen, der Verbreitung des Open Calls und organisatorischen Fragen.“ Zudem freut sich das Open Objects Collective über den kommenden Austausch mit den Interessierten, über ihre Geschichten und ebenfalls überAnregungen und Kritik.


Queere Objekte können bis zum 31.5. abgegeben werden. Kontaktaufnahme über: queerestadtgeschichten@protonmail.com
Die Ausstellung findet vom 17.6.-7.7. in der Haarenstraße 39 (Raum auf Zeit) statt.

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