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Hilfe, die ankommt30.04.2024



Text und Foto: Thea Drexhage

So begegnete ihr unterwegs auch immer wieder Not und daraus wuchs der Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Mit Mitte 30 kam dann der Wendepunkt in ihrem Leben. Sie beantragte unbezahlten Urlaub, zu dieser Zeit wechselte sie grad von der Vermögensberatung in das Kampagnenmanagement der Sparkasse, und flog für 3 Monate nach Kenia als freiwillige Helferin. Dort lernte die heute 51-Jährige die Grundschule und das Kinderheim „Little Angel“ kennen und versprach nach ihrem ersten Aufenthalt, diese Einrichtung auch in Zukunft unterstützen zu wollen. Zurück in Deutschland ging es dann aber erst einmal zurück in den sicheren Job. Allerdings ging ihr Kenia nicht mehr aus dem Kopf und sie erzählte vielen Menschen im Umfeld von dem Erlebten. „Als dann das Haus, in dem die Kinder untergebracht waren, zusammengebrochen ist habe ich endgültig gedacht: jetzt muss ich handeln.“, blickt sie zurück. Durch ihre persönlichen Geschichten und die Leidenschaft für die gute Sache, fand Anja Friedrichs Mitstreiter*innen zur Vereinsgründung und erste Spendenaktionen mit dem „Little Angel E.V.“ wurden gestartet. Bereits nach einem Jahr ging es dann schon wieder zurück nach Kenia. „Wenn man die Welt dort erlebt und auch unter diesen einfachen Umständen mit den Menschen dort lebt, wird man sich vielem bewusst, wenn man wieder zurückkehrt.“, erzählt sie. Noch zwei Jahre blieb sie bei der Sparkasse, aber der Wunsch als Entwicklungshelferin zu arbeiten wuchs immer weiter, sodass sie sich schließlich bei der GIZ, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit beworben hat, die jemanden mit Friedrichs Qualifikationen im Bankwesen suchte, und wurde auch genommen. Während das Projekt in Kenia stetig fortgeführt wurde, lernte sie auch Ghana kennen und lernte Entwicklungsarbeit im größeren Rahmen kennen. „Aber mein Herz schlug weiter für Kenia, also habe ich nach einem Jahr ein Jahr Beurlaubung genommen und war dann die meiste Zeit vor Ort. Zurück in Deutschland wollte ich mich dann hauptberuflich verändern. Glücklicherweise gab es eine Stellenbeschreibung, in der jemand mit meinem Wissen gesucht wurde, der sich auch mit interkultureller Zusammenarbeit auskennt. Das war Pro-Connect.“, blickt sie zurück. Dort arbeitet sie bis heute und hat sich die Möglichkeit geschaffen, sowohl hier in Deutschland Menschen zu helfen, als auch die Vereinsarbeit in Kenia voran-zubringen. Dort hat sich vieles getan. Denn dort geht es längst nicht mehr nur um das Kinderheim und die Schule. Es wurden auch zwei Frauenprojekte aufgezogen, die Alleinerziehenden Müttern helfen. Durch ein Müllsammelprojekt wird auch der Umwelt vor Ort geholfen und durch den Aufbau eines Farmprojekts, ist es den Menschen vor Ort zum Beispiel möglich, sich selbst mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen und Überschüsse auf dem Markt zu verkaufen. Natürlich kommt man bei dieser Arbeit auch mit vielen Schicksalen in Berührung. „Man muss sich gewissermaßen abgrenzen können. Auch ich habe manchmal das Gefühl, nur heulen zu wollen, damit ist niemandem geholfen.“, so Friedrichs. Aber es gibt auch schöne Geschichten, wie die einer Frau, die Anja Friedrichs schon zu Beginn des Projekts kennenlernte. Eine junge Lehrerin, die selbst viel durchlebt hat, aber immer darum bemüht war, Anja Friedrichs zu Familien zu bringen, die noch mehr Hilfe nötig hatten, als sie selbst. „Sie hat so ein großes Herz. Wir konnten ihr eine Lehrerausbildung ermöglichen und heute ist sie unsere Koordinatorin vor Ort. Sie hat ein so großes Herz und nie darauf geschielt, sich eigene Vorteile zu erwirtschaften.“ Es ist eines von vielen Leben, die der Little Angel e.V. in Kenia verändern konnte. Mehr Informationen dazu auf www.kenia-little-angel.de

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