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Oldenburger engagieren sich gegen Rechts

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Auf Augenhöhe10.11.2023





Text und Fotos: Thea Drexhage
Auch wurde dabei auf das Demonstrationsrecht eingegangen. So würde erst kürzlich eine Pro-Palästina-Demo in Oldenburg verboten. Dies dürfe aber nicht grundsätzlich geschehen, sondern nur, wenn sich im Vorfeld eine potenzielle Gefahr abzeichnen würde.
Auch der ehemalige Oberbürgermeister und jetziger Vorsitzender der Bürgerstiftung Dietmar Schütz kam zu Wort und betonte, dass das Sammeldenkmal an der Peterstraße für die Erinnerungskultur der Stadt nicht genügt. Zusätzlich adressierte er, das es wichtig sei, nicht nur auf den importierten Antisemitismus zu schauen, sondern auch den noch immer tief verwurzelten in den eigenen Reihen. So adressierte er auch den kürzlichen Diskurs um den Oldenburger Polizeichef Johann Kühme, der sich kritisch gegenüber der AFD und ihren demokratiegefährdenden Aussagen äußerte und dem dadurch ein Verstoß gegen das Neutralitätsverbot vorgeworfen wurde.  Es sind Debatten, die zeigen, wie notwendig es ist, die Erinnerung an die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs aufrecht zu halten und die eigene Stadtgeschichte weiterhin aufzuarbeiten.
Die am 9.11. in der Haarenstraße 15 angebrachte Gedenktafel erinnert nun an Siegfried Weinberg. Er lebte in der Nordstraße 2 und betrieb in der Haarenstraße ein Geschäft für Honig und Wachs in den Räumlichkeiten, die bereits sein Großvater für Ellenwarenhandel nutzte.  In der Nacht der Novemberpogrome wurde Weinberg gefangen genommen, aber am 11.11. aus dem Gerichtsgefängnis Oldenburg entlassen, sodass er mit seiner Tochter, ihrem Ehemann und seiner Enkelin nach Amsterdam fliehen konnte. Dort wurden sie am 4. Mai 1943 festgenommen und schließlich in das Vernichtungslager Sobibór in Polen gebracht, wo sie vermutlich am 7.Mai 1943 ermordet wurden.
Es ist eine Geschichte von vielen, daher wird die Stadt bis zum 27.1.2024, dem Befreiungstag von Auschwitz, weitere Erinnerungszeichen für Rosa Herzberg und Gertrude Meyenstein, Karolina Katz, Familie Norman Hesse, Babette Bernstein, Auguste Gertrud De Levie, Henny Silberberg, Alexander Hirschfeld und Emma Hirschfeld, Samuel Ostro und Frieda Helene Ostro sowie Jutta und Carla Meyerhoff angebracht. Für die kommenden Jahre werden weitere Tafeln geplant.

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