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Zur Kommunalwahl 2021: Unsere (un)schöne Stadt - Verkehr, 1. Teil15.07.2021







Text und Foto: Rüdiger Schön
Die Bahn baut längst in Oldenburg ihre Gleise aus, und mit einer gewissen Verzweiflung schauen die Freunde des schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrs auf die vor sich hin rottenden Stadtteilbahnhöfe, die die Stadt für die ökologische Verkehrswende so dringend benötigt. Hätte man vor zehn Jahren kooperativ mit der Bahn zusammengearbeitet, wären sie eventuell heute in Kürze fertig. Aber verzockt ist verzockt. Und es wird klar: Einfach nur auf ein paar Bürger*innen hören, ersetzt kein durchdachtes Verkehrskonzept, das es in Oldenburg zweifellos nicht gibt. So steuert die Stadt bereits auf den nächsten großen Konflikt zu: Fahrradfahrer versus Autofahrer. Klar ist, mehr Platz für Verkehr ist nicht da. Die Stadt fördert zwar ambitioniert mit 100.000 Euro die Anschaffung von Lastenrädern, beläßt aber die Radwege an fast allen Oldenburger Straßen auf dem Niveau des letzten Jahrhunderts. Und warum? Nun, in der Nadorster wartet man auf einen Sanierungsplan, in der Alexanderstraße auf die Bahnunterführung, an der Bremer Heerstraße wurde der Ausbau erstmal unterbrochen und die Cloppenburger Straße hat man zwar nicht vergessen, aber genaues weiss da zur Zeit niemand. An der Stedinger Straße, am Marschweg und vielen anderen Straßen sieht man noch nicht einmal Handlungsbedarf. Das hat einen einfachen Grund: Wirkliche Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer werden nur in Angriff genommen, wenn die gesamte Straße neu geplant wird. Und das geschieht hier meist nur Stückchen für Stückchen. Auf die Idee, die Situation dort, wo es relativ einfach ist, für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern, kommt die Oldenburger Stadtverwaltung leider nicht. An der unteren Nadorster Straße hätte man locker mit einfachen Maßnahmen dem Autoverkehr 2 Meter nehmen können, um so den Rad- und Fußgängerverkehr erträglich zu gestalten.
Was also diese Stadt im Verkehrsbereich benötigt, ist zum einen ein kurzfristiger, schnell wirkender Aktionsplan, der dem Fußgänger- und Fahrradverkehr mehr Platz verschafft. Zum anderen einen langfristigen Aktionsplan, der ebenfalls sofort in Angriff genommen werden sollte. Er muß zwingend den Schienenverkehr in unser Nahverkehrssystem einbinden. Die Schiene ist in Oldenburg der einzige Fahrweg, der noch zusätzliche Verkehre aufnehmen kann. Alte Oldenburg*innen werden es noch wissen. Mit dem Zug dauerte die Fahrt vom Hauptbahnhof nach Ofenerdiek 10 Minuten. Warum nur hat sich die Stadt diese Verbindung nehmen lassen?

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