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Oldenburg entdecken20.04.2021



Text und Foto: Thea  Drexhage

Oldenburg ganz neu entdecken, das können derzeit die 250 Teilnehmer*innen von der „Kulturelli – Oldenburgs kulturelle Fahrradrallye“. Mit kniffligen Rätseln, kreativen Aufgaben und 69 Zielen wurden die teilnehmenden Radler*innen von Gesine Geppert und Menso von Ehrenstein auf den Weg geschickt, um die Stadt und ihre kulturellen Seiten trotz Lockdown kennenzulernen. Menso von Ehrenstein und Gesine Geppert kennen sich schon lange und sind beide gemeinsam am Staatstheater tätig, eine Institution, die mit als erstes von den anhaltenden Einschränkungen betroffen war. Der Gedanke, etwas Neues zu schaffen, das mit den aktuellen Bedingungen arbeitet, liegt dabei nahe. Gesine Geppert erklärt die Idee wie folgt: „Die Idee ist vor einem Jahr ungefähr entstanden, während des ersten Lockdowns, als alles geschlossen war. Der Ursprung sind die Alleycats. Schnitzeljagden die ursprünglich Kurierfahrer*innen untereinander organisiert haben. Dabei ging es in erster Linie darum, herauszufinden wer die Stadt am besten kennt und am schnellsten Unterwegs ist. Uns ging es bei der Kulturelli aber nicht um Schnelligkeit, sondern das Ganze mit dem Bereich, den wir selbst am meisten vermissen, nämlich Kunst und Kultur, zu verknüpfen.“
Nach etwa zweimonatiger Planung, der Erkundung von möglichen Zielen, der Erarbeitung des Konzepts und der Erstellung des Manifests in der Freizeit, starteten die ersten Versuche, das Event zu bewerben. Sticker und eine damit verbundene Homepage machen auf die Kulturelli aufmerksam und brachten direkt die ersten 100 Bewerbungen ein. Das Vorhaben nahm Fahrt auf, geriet in die lokalen Medien, bis es soweit war, dass Bewerber*innen abgewiesen werden mussten. „Man merkt daran, wie sehr die Leute Kunst und Kultur vermissen. Selbst von den Leuten, denen wir absagen mussten, haben wir positive Rückmeldungen zu unserer Idee bekommen. Wir haben 700 Anmeldungen für 250 Manifeste bekommen. Die Teilnehmerzahl mussten wir begrenzen. Wir machen das ja alles in unserer Freizeit. Wir müssen ja auch alle Manifeste auswerten. Für das erste Mal und diese anfänglich reine Schnappsidee, ist das doch ganz schön umfangreich geworden.“, gesteht Gesine Geppert überrascht. Auch Menso von Ehrenstein scheint überwältigt von der Resonanz: „Wir wurden schon gefragt, ob wir das alles öffentlich machen wollen, nach der Kulturrelli. Aber wir wollen irgendwie schon den Eventcharakter beibehalten. Wir können aber nicht ausschließen, dass wir das nicht in einer anderen Form nochmal aufleben lassen.“
Die Kulturelli ist aber am Ende mehr als nur Menschen, die per Rad die Stadt erkunden, sie s in Zeiten des Lockdowns ein Zeichen dafür, das die Kultur noch da und erlebbar ist. Und sie setzt ein Zeichen für Zusammenhalt, denn während nahezu alle Betriebe finanzielle Einbußen erleiden, ist die Unterstützung, die die Kulturelli von Sponsoren erhalten hat, um den Teilnehmer*innen Preise bieten zu können, überwältigend für die beiden Organisator*innen. Auch das erste Feedback ließ nicht lange auf sich warten, wie Menso von Ehrenstein berichtet: „Bisher gab es nur positive Rückmeldungen. Die Menschen kommen hier rein und sind glücklich und freuen sich, dass es startet. Bei Instagram haben wir auch schon die ersten Rückmeldungen gesehen von Leuten; die bereits unterwegs sind. Selbst von den Leuten, denen wir absagen mussten, haben wir positive Rückmeldungen zu unserer Idee bekommen.“ Einer weiteren Ausgabe dieses spannenden Formats steht also im Prinzip nichts im Wege.


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