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Kein Verstecken mehr
Kritische Disco vom Heiko Wagner Quartett28.07.2020



Text und Foto: Christoph Kienemann
Hinter dem Heiko Wagner Quartett versteckt sich der gebürtige Hamburger Heiko Rathmann. Als Texter, Komponist, Sänger und Multiinstrumentalist schreibt, spielt und singt Rathmann alle seine Titel selbst und steht dabei ganz allein im Rampenlicht. Auch wenn die Songs des Musikers lange ein Geheimnis blieben, sollen sie nun nicht länger versteckt werden.
„In meinem Kopf bestand die Idee zum Heiko Wagner Quartett schon viel länger, als es die Erscheinungsdaten der ersten Single vermuten lassen“, erinnert sich Multiinstrumentalist Heiko Rathmann. Die Zeit habe gefehlt, denn von der Idee über die Komposition bis hin zur Aufnahme der Lieder ist es ein langer Weg, insbesondere, wenn man als musikalischer Einzelkämpfer unterwegs ist. „Dann kam natürlich auch Corona und auf einmal hatte ich ganz viel Zeit“, so Rathmann. Die wurde dann investiert und in die Songs gesteckt. Die Ideen sollten raus aus ihrem Versteck und endlich das Licht der Welt erblicken. Versteckspiele sind ohnehin nicht die Sache des Musikers, der sich beruflich sonst auf dem Tennisplatz aufhält: „Da ich nicht arbeiten durfte, hatte ich dann die Chance, die Stücke in ihre Reinform zu bringen.“
Wie auf dem Tennisplatz ist Rathmann auch als Musiker zurzeit als Solist unterwegs. Hinter dem Namen Heiko Wagner Quartett steht eher die Idee, dass Rathmann alle Instrumente selber eingespielt hat. Ursprünglich bestanden die Disco-Songs aus Bass, Schlagzeug, Synthies und später kamen noch Gitarren und Effekte dazu. Diese Art der Aufnahme war jedoch auch eher den Umständen der vergangenen Monate geschuldet. Corona ließ keine Treffen unter Musiker*innen zu. „Man konnte sich einfach nicht zusammensetzen und gemeinsam Musik machen“, erklärt Heiko. „Ich freue mich natürlich auch, wenn Freunde von mir Ideen einbringen und die Songs vielleicht auch kritisieren.“ Die Ideen zu den Songs und vor allem zu den Texten entstehen dabei häufig spontan: „Mir kommt oft ein Satz in den Kopf und daraus entsteht dann ein Text, das ganze entwickelt sich dann beim Schreiben oftmals ganz von selbst.“ Die Stücke des „Quartetts“ sollen dann auch immer eine Geschichte erzählen. Vordergründig mag es um alltägliche Dinge gehen, wie Liebe, Leid, Lust – doch steckt hinter dieser Fassade oftmals eine gut beobachtete Gesellschaftskritik. Hier geht es dem Musiker nicht um eine Selbstreferenz und um allgemeine Befindlichkeiten, sondern vor allem um authentische Geschichten. Letzteres soll sich auch im Sound der Aufnahmen wiederspiegeln, bei denen auf technische Tricks, mit denen beispielsweise der Gesang gerade gezogen werden könnte, verzichtet wird. Seine musikalschen Wurzeln hat Rathmann in Hamburg, Erst mit Mitte 20 kommt der Musiker nach Oldenburg. „Hier habe ich mich den ersten Bands angeschlossen, zuvor habe ich eigentlich nur für mich ein bisschen rumgedaddelt.“ Erst beginnt er am Bass und wechselt später zum Gesang. „Musikalisch habe ich auch eher weniger Vorbilder, vor allem gibt es aber viele gute deutsche Texter.“ So begeistert sich Rathmann für die Werke von Bernd Begemann und Nils Frevert: „Man sucht sich natürlich immer Möglichkeiten, etwas mitzunehmen, wenn einem dann die Gitarre von Nile Rodgers über den Weg läuft, dann kann man eben nicht anders, als mit zu wippen.“ In guter Disco-Tradition hat das Heiko Wagner Quartett bisher zwei Singles veröffentlicht und die dritte steht bereits in den Startlöchern, denn sie soll am 31. Juli erscheinen. Reinhören kann man am besten unter heikowagnerquartett.de. „Für die Zukunft will ich einfach am Ball bleiben und ich hoffe, dass ich die Songs weiterentwickeln kann.“
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