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Der virtuelle Dancefloor: Geeignet gegen Corontäne-Blues.24.03.2020



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Text: Horst E. Wegener
Foto: © 2020 Claptone
den finanziellen Ruin vor Augen. Doch kaum war die unmittelbare Schockstarre überwunden, begann die bestens vernetzte Szene der Hauptstadt fieberhaft nach eigenen Antworten auf diese existenzbedrohende Herausforderung zu suchen. In Zusammenarbeit mit vielen Einzelakteuren und in Kooperation mit dem Fernsehsender Arte entwickelten das Bündnis Reclaim Clubculture nebst der Clubcomission Berlin ihren virtuellen Dancefloor. Nach dem ersten Testdurchlauf im hauptstädtischen In-Club Gretchen fühlten die wagemutigen Strippenzieher sich schon in der Woche drauf bereit, um den größten digitalen Club der Welt in die Wohnzimmer von Menschen auf der ganzen Welt zu streamen. Seit dem 18. März kann man vom heimischen Laptop aus jeden Abend von 19 Uhr bis Mitternacht DJs in einem der sich abwechselnden Hotspots der Hauptstadt ihre Platten für eine frontal installierte Kamera und vor leerer Tanzfläche auflegen sehen. Der Empfang des Streams ist kostenfrei, zu den beteiligten Clubs zählen legendäre Dancefloor-Tempel wie das Watergate, der Tresor, die Griessmühle, Kater Blau undundund; News zur Location des Tages, den DJs, Bands unterm www-Link unitedwestream.berlin.
Wann immer sich die DJs des Abends hinterm Pult nach ihren jeweils einstündigen Sets abwechseln, könnte man sich den Spendenaufruf der brandneuen Plattform United we stream zu Herzen nehmen: Wenn möglich, sollten einzelne oder monatliche Beträge gespendet werden. Die Einnahmen fließen in eine Sammlung, mit der neben den notleidenden teilnehmenden Clubs und Künstlern auch der Stiftungsfond Zivile Seenotrettung unterstützt werden soll. Die Idee dahinter: „Es geht nicht nur um uns – Solidarität brauchen viele!“, teilt Lutz Leichsenring von der Clubcomission mit.
Verlockend fürs danceflooraffine Publikum, das irgendwo in der Republik zuhause den Laptop hochfährt: Dass man endlich mal die Top-DJs der Hauptstadt in den Hotspots ihre Sets abspielen sehen und hören kann – ohne zuvor lange Wartezeiten vorm Einlass in Kauf nehmen zu müssen; keinerlei Schlange stehen vorm Eingang, null Probleme mit den Türstehern. Und da jeweils kurz vor Mitternacht der finale Abend-Track aufgelegt wird, muss niemand Schlafmangel befürchten. Einzig gute Boxen sollte man zuhause haben – dann kann der einsame Tanz zu Hause solange weitergehen, bis wir uns alle auf dem Dancefloor wiedersehen.


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