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Verkäufe geplant05.03.2020



Text und Foto | Christoph Kienemann

Die Zukunft der Klävemann-Stiftung beschäftigt die Politik weiterhin. Im Stadtrat wurde zuletzt der Jahresabschluss der Stiftung beschlossen, gegen die Stimmen der Fraktion von Bündnis‘90/Die Grünen. Für die Sanierung der Stiftungsgebäude plant die Verwaltung derweil, neues Kapital zu generieren, das aus Verkaufserlösen von Teilen des Bestandes der Stiftung kommen soll.
Das städtische Rechnungsprüfungsamt sieht die Klävemann-Stiftung in einer schwierigen Situation. Die Erfüllung des Stiftungszwecks und die Erhaltung des Stiftungsvermögens hätten auch im Jahr 2016 teilweise noch im Widerspruch gestanden. Ursächlich hierfür sei, dass die Überlassung von Wohnraum zur Hälfte der ortsüblichen Mieten nicht weiter vertretbar sei, wenn man in die Substanzerhaltung der Stiftung investieren wolle. Da die Bausubstanz der Stiftung teilweise sanierungsbedürftig ist, würden die zu Verfügung stehenden Investitionsmittel nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. „Aus den Erträgen halber ortsüblicher Mieten sind die erforderlichen Investitionen nicht zu finanzieren“, so das Rechnungsprüfungsamt. Ihre Einnahmen erzielt die Stiftung dabei fast ausschließlich aus den Wohnungsmieten. Die Aufwendungen entstehen im Wesentlichen aus den Kosten für Unterhaltung und Bewirtschaftung der Gebäude. Die Investitionen der Stiftung beliefen sich auf 310.000 Euro, die Einnahmen auf 1,26 Millionen Euro. Das Stiftungsvermögen beläuft sich nach wie vor auf ca 17 Millionen Euro. In 2016 wies die Stiftung zudem eine Überschussrücklage von 1,6 Millionen Euro auf.
Aus Sicht der Stadtverwaltung reicht ein solches Ergebnis jedoch nicht aus, um die Sanierungsmaßnahmen der Stiftungshäuser zu finanzieren. Nach Angaben der Verwaltung beläuft sich der derzeitige Sanierungsumfang bei den Stiftungshäusern auf ca. 20 Millionen Euro. Um neues Kapital für die Sanierungen zu erhalten, plant die Verwaltung derzeit den Verkauf weiterer Bestandteile der Stiftungs. „Um die anstehenden und bereits begonnenen Investitionsmaßnahmen der Klävemann-Stiftung durchführen zu können, muss die Stiftung Eigenkapital durch Grundstücksverkäufe generieren“, führt die Verwaltung in einer Vorlage für den Finanzausschuss am 4. März aus. Einerseits betrifft dies das Areal Großer Kuhlenweg / Kuhlenkamp. Im Areal Großer Kuhlenweg/Kuhlenkamp möchte die Stadt nachverdichten und hierzu einen Bebauungsplan aufstellen. Da die Wohnungen hier teilweise leer stünden und eine Sanierung zu teuer sei, sollen hier Grundstücke verkauft werden und eine verdichtete Wohnbebauung ermöglicht werden. Hierdurch soll auch der Wert der Grundstücke, insgesamt geht es um eine Fläche von 17.000m², gesteigert werden.
Darüber hinaus will die Stadt ein Bieterverfahren für die Gebäudegrundstücke Kuhlenkamp 67a und Großer Kuhlenweg 61 starten. Das Gebäude 67a steht bereits seit Längerem zum Verkauf, bisher ist jedoch kein passendes Angebot eingegangen. Da die Sanierung der Gebäude in dem Areal weiterhin nicht wirtschaftlich sei, halte man aber an einem Verkauf des Gebäudes fest, so die Verwaltung. Auf diese Weise soll weiteres Eigenkapital für die Sanierung und Modernisierung des übrigen Gebäudebestands erlangt werden. Das Gebäude Großer Kuhlenweg 61 soll nun ebenfalls verkauft werden, da es seit kurzer Zeit nicht mehr bewohnt wird. Für die Grundstücke soll jeweils ein Mindestgebot von 200.000 Euro aufgerufen werden. Die Entscheidung über die beiden Vorhaben wird letztlich der Rat fällen.

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