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Text und Fotos |  Christoph kienemann

Auf dem Campus Haarentor der Universität Oldenburg steht er nun der Öffentlichkeit zur Verfügung: der sogenannte Innovation(s)Campus. Neben einer Metallwerkstatt, einem Digitallabor, Seminarräumen und einem Co-Working-Space finden Wissenschaftler*innen, Gründer*innen oder Vertreter*innen aus der Wirtschaft alles was man braucht, um Ideen zu entwickeln und Prototypen zu erstellen. Damit soll der Campus zum Anlaufpunkt bei Fragen zu den Themen Ideen-, Wissens- und Technologietransfer werden.
„Im Austausch mit Gesellschaft und Wirtschaft steigert die Innovative Hochschule Jade-Oldenburg die Innovationskraft der Region, indem sie neue Zielgruppen, Wege und Räume für den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erschließt“, erklärte der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) anlässlich der Eröffnung des Innovation(s)Campus. Die neue Einrichtung solle Kreativität fördern und Sprunginnovation hervorbringen. Ziel sei es, so Thümler, durch Experimente möglichst auch Ausgründungen entstehen zu lassen.
Insgesamt wurden in den Innovation(s) Campus 500.000 Euro investiert. Die Labore und Seminarräume füllen eine Fläche von 450m² aus. Die Angebote des Campus werden von sieben Mitarbeiter*innen betreut. Sie bauen dabei auf drei Säulen auf: Infrastruktur, Veranstaltungen und Vernetzung. Auf dem Campus gibt es eine Metallwerkstatt, ein Digitallabor und flexible Seminarräume. Herzstück der Einrichtung ist ein Metall-3D-Drucker, an dem Bauteile bis zu einer Größe von 10x10x10 cm gefertigt werden können. Der Drucker ermöglicht es, schnell Prototypen und individualisierte Produkte und Bauteile in Kleinserie zu produzieren. So können beispielsweise in der Medizintechnik Implantate hergestellt, im Maschinenbau komplexe Bauteile erstellt werden. Hierdurch sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen angesprochen werden, die selbst nicht über die notwendige Infrastruktur verfügen. In der Metallwerkstatt stehen darüber hinaus eine CNC-Fräse, eine Bandmetallsäge und 15 mobile Werkbänke inklusive Handwerkzeugen zur Arbeit bereit.
Neben diesen handfesten Arbeitsfeldern, ermöglicht das Digitallabor auch die Erprobung von digitalen Prototypen. Dazu können z.B. neue Softwarelösungen oder Apps gehören. Im Digitallabor stehen modernste Hardware, 3D- und Virtual-Reality-Brillen sowie ein Kunststoff-3D-Drucker zur Verfügung. Hier sollen sich Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur über aktuelle Themen im Digitalisierungsbereich austauschen. Mittelfristig soll auf diese Weise ein Digitalisierungsnetzwerk entstehen.
Zentraler Bestandteil des Innovation(s)Campus ist zudem das Innovationsmanagement. Letzteres vernetzt Forscher*innen mit Hochschulen mit Unternehmen, Kammern, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen der Region. So soll identifiziert werden, in welchen Forschungsprojekten unentdecktes Potenzial für technische oder soziale Innovationen steckt und welche  Bedarfe für Innovationen in der Gesellschaft existieren. Aktuell kann die Metallwerkstatt von Wissenschaftler*innen der Universität, der Jade Hochschule und des OFFIS, sowie von Mitarbeiter*innen von Start-Ups und Unternehmen genutzt werden. Notwendig sind zudem Vorerfahrungen in der Metallbearbeitung.  Darüber hinaus sollen am Innovation(s)Campus auch Workshops für Schulklassen und Bürger*innen stattfinden, in denen Themen wie Design Thinking, Serious Play von LEGO oder CoCreAct erläutert werden.

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