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Traditionslokal sucht neues Konzept06.02.2020



Text und Foto | Christoph Kienemann

Das Lokal Schwan am Oldenburger Hafen hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer echten Institution entwickelt. Die Brasserie gehört nicht nur zum Stadtbild, sie profitierte auch von der positiven Entwicklung der Hafenpromenade. Besonders im Sommer nutzen viele Oldenburger*innen die Bänke an der Hafenkante. Mittlerweile ist der Schwan jedoch geschlossen, es gibt einen neuen Pächter und dieser entwickelt ein neues Konzept.

Früher standen auf dem Grundstück des Schwans Windmühlen, später konnte man sich hier von einer Fähre über den Stau schiffen lassen. Damals reichte der Stau noch bis zur Ritterstraße und war ein wichtiger Teil der Oldenburger Wirtschaft. Inzwischen gehören diese Tage der Vergangenheit an. Heute flaniert man an der Hafenpromenade und macht eine Pause im Restaurant Schwan. Letzteres bekommt nun ein neues Konzept. Bereits seit November dieses Jahres hat Bodo Maßmann den Schwan an einen neuen Pächter abgegeben. Über 20 Jahre lang führte der Gastronom die Geschäfte am Oldenburger Hafen. Jetzt hat die Nordmann Unternehmensgruppe aus Wildeshausen die Pacht übernommen und wird ein neues Konzept im Traditionsbetrieb einführen. Der Getränkekonzern, zu dem unter anderem die Biermarken Ratsherrn und Störtebeker gehören, betreibt zudem eine Reihe von Braugasthäusern, die unter den Namen „Fritz“, „Dolden Mädel“ oder „Altes Mädchen“ firmieren und an den Standorten Hamburg, Berlin, Greifswald, Stralsund und Binz existieren. Der Konzern plant, weitere Standorte zu erschließen. So zogen dann auch im Schwan bereits im letzten Jahr die Biermarken Ratsherrn und Störtebeker ein. Die Gasthäuser sollen dabei über ein spezielles Craft-Beer-Konzept verfügen. Auf diese Weise sollen die Biermarken der Nordmann Gruppe beworben werden, zudem werden bis zu 60 Craft-Beer-Spezialitäten angeboten. Gut möglich, dass im Schwan ein ähnliches Konzept umgesetzt werden soll. In Oldenburg soll der Schwan mit neuem Konzept im April wieder eröffnet werden.
Die Gastronomie zog Anfang der 1990er-Jahre in den Schwan ein. Zuvor wurde das Gebäude als Hafenbüro genutzt, bevor es einige Jahre leer stand. Seit dieser Zeit hat sich das Hafenviertel deutlich gewandelt. Zuletzt wurden die Spundwände am Hafen erneuert und die Huntestraße saniert. An der Südseite des Alten Stadthafens wird zudem ein neues Stadtquartier entstehen, das eine Mischung aus Wohnen, Büro und Dienstleistungen sowie gewerblichen Nutzungen entstehen. Teil des städtebaulichen Vertrages, der von Stadt und Investor abgeschlossen wurde, ist dabei auch die Realisierung einer Promenade an der Wasserkante, die für Fußgänger*innen und Radfahrerende zugänglich gemacht werden soll. Direkt im Bahnhofsviertel steht zudem der Neubau eines Hotelkomplexes in der Rosenstraße an. Auch eine Brückenverbindung an der Doktorsklappe wurde in der Vergangenheit diskutiert. Die Entwicklungspotenziale sind daher im Hafenbereich weiterhin hoch und der Schwan liegt quasi im Zentrum dieser Veränderungen.

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