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Vorrang für das Fahrrad?30.01.2020



Text | Christoph Kienemann

Gehts nach der Gruppe Linke/Piraten dann erhält Oldenburg in Zukunft ein Netz von Fahrradvorrangstraßen. Letztere sollen mit dem Verkehrsschild „Fahrradstraße“ versehen werden, aber dennoch für den Verkehr mit PKWs oder Motorrädern geöffnet bleiben. Eine solche Lösung besteht derzeit schon an der Haareneschstraße. Fahrradstraßen sind eigentlich für Kraftfahrzeuge gesperrt. Autos, Motorräder und Lastwagen dürfen hier normalerweise nicht fahren. Die Idee der Fahrradvorrangstraßen siedelt sich also unterhalb der regulären Fahrradstraße an. Als mögliche Vorrangstraßen haben Linke/Piraten den Ahlkenweg, den Staakenweg, den Quellenweg, eine Route vom Pferdemarkt bis zum Fliegerhorst, die Ehnernstraße und die Bogen/Steubenstraße ausgemacht. Linke/Piraten erhoffen sich durch diese Förderung des Radverkehrs, eine Senkung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich. Dieser sei notwendig, um auch in Oldenburg einen Beitrag zur Einhaltung des Klimaschutzplanes 2050 des Bundes zu leisten. Neben der Landwirtschaft weist der Verkehrsbereich im Vergleich zum Jahr 1990 die bisher geringste Einsparung beim Ausstoß von CO2 auf. Trotz der Innovationen im Bereich des Fahrzeugbaues, sanken hier die Emission nicht im Vergleich zu 1990. Letzteres liegt insbesondere am Anwachsen des Straßenverkehrs und an der Zulassung größerer und schwererer Fahrzeuge. Hierdurch werden die Einsparungen durch effizientere Motoren zunichtegemacht.
Für die Schaffung eines Netzes von Vorrangstraßen abseits der Hauptausfallstraßen spricht laut der Fraktion, dass an den Hauptstraßen keine angemessene Fahrradinfrastruktur erstellt werden könne. So fehle beispielsweise an der Nadorster Straße der Platz für die Schaffung breiter und geschützter Radwege, die auch das Überholen langsamer Radfahrer*innen gefahrlos ermöglichen würden. Die Gruppe regt zudem einen Beteiligungsprozess von Anwohner*innen, Besucher*innen oder Handwerker*innen an, da der Begriff der Fahrradvorrangstraße bisher nicht Bestandteil der Straßenverkehrsordnung ist.
Die Verwaltung will allerdings weiter an dem Konzept der Radrouten festhalten. Gegenüber dem Vorschlag von Linke/Piraten böten die Radrouten direkte Verbindungen entlang der Radialen, die das höchste Radverkehrsaufkommen aufweisen würden. Daher will die Verwaltung den Ausbau der Radrouten weiter forcieren und zudem ergänzende Radverkehrsverbindungen zwischen den Hauptverkehrsstraßen für den Radverkehr optimieren. Hierbei sollen dann jeweils flexible Lösungen entstehen, die sich den Gegebenheiten vor Ort anpassen könnten. Die Nadorster Straße würde z.B. über eine überbreite Fahrbahn verfügen. Würden diese Dimensionen verkleinert, könnten hier die benötigten Flächen für den Fuß- und Radverkehr hinzugewonnen werden, führt die Verwaltung aus.

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