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Leidenschaft: Indierock von o.k. kuper aus Oldenburg04.12.2019



Das Quartett o.k. kuper hat es bisher nicht zu größerer Bekanntheit gebracht, ein Umstand zu dem man nur sagen kann: Leider! Der deutschsprachige Indierock der Oldenburger braucht sich wahrlich nicht hinter bekannteren Gruppen des Genres verstecken, davon können sich Hörer*innen auf der immer noch aktuellen Platte Midori No Hi überzeugen.
Jan Brandts Roman „Gegen die Welt“ erzählt die Geschichte des Jugendlichen Daniel Kupers, der gegen seine beschauliche ostfriesische Welt aufbegehrt. Eine Dorfjugend, in die sich viele im Nordwesten einfühlen konnten und können. Für die vier Nordlichter von o.k. kuper war die Figur zumindest so konsensfähig, dass sie hier ihren Bandnamen fanden. Erstmal musste man sich aber finden und das geschah ganz klassisch: „Ich hatte eine Anzeige in einem Musikladen geschaltet und auf die hat sich dann Hendrik gemeldet“, berichtet Andreas. Später stießen dann  Klaus und Olav dazu. „Olav und ich kennen uns schon seit Langem und haben bereits Anfang der 90er Musik gemacht, damals konnten wir zwar noch nichts, aber wir haben jede Menge Projekte zusammen gestartet“, erinnert sich Hendrik. „Wir haben uns dann auf ein paar Bier getroffen und es hat gleich gepasst“, ergänzt Andreas. Wie es der Zufall wollte, waren sich Gitarrist Klaus und Sänger Hendrik zudem schon im Studium über den Weg gelaufen und so kann sich das Quartett nicht über mangelnde Chemie beklagen. „Wir treffen uns natürlich in der Musik die wir hören und zumindest ich hatte damals die Inspiration, etwas Rauhes und Dreckiges zu machen“, so Klaus.
Die Musik des Quartetts orientiert sich dabei an dem, was in den 90er-Jahren aus Hamburg in die bundesrepublikanische Musikszene schwappte und unter dem Namen Hamburger Schule bekannt ist: Melodiöse Gitarrenmusik, mit deutschen Texten, die mal sozialkritisch, mal philosophierend, mal absurd daher kamen. O.k. kuper bereichern dieses Gemisch mit einer ordentlichen Portion Rock’n’Roll und dem gewissen Etwas Pop. „Niemand will schließlich gern in eine Schublade gesteckt werden“, erklärt Gitarrist Klaus. Beim Songwriting steht meist schnell eine erste Idee aus der Feder von Sänger Hendrik, die dann mit Arrangement-Ideen weiter bereichert wird. „Klaus ist das musikalische Mastermind der Gruppe und weiß immer genau, was wir tun und vielleicht lassen sollten“, so Hendrik. Wichtig ist der Band vor allem, dass ihre Musik authentisch und kraftvoll daher kommt. Zu viel Perfektion würde der Musik nur ihre Seele rauben und beliebig wirken lassen. „Daher haben wir unsere Platte auch Live eingespielt, anstatt jedes Instrument einzeln aufzunehmen“, so Klaus. Das Ergebnis dieses Prozesses kann man auf Midori No Hi hören. Die Platte klingt geradeheraus, kraftvoll und strahlt viel Authentizität aus, eben wie Indierock in seinen besten Tagen geklungen hat und es noch heute tut. Zu hören gibt es zudem ganze 14 Songs, unprätentiös und mit Texten, in die gerne mal ein doppelter Boden eingebaut ist. Für Letztere zeichnet sich zu 99% Sänger Hendrik verantwortlich.
Mit den Jahren sind dann auch einige Konzerte gespielt worden und das keines Falls nur zwischen Moor und Heide. Unter anderem der legendäre Hamburger Kaiserkeller wurde bereits von o.k. kuper gerockt. „Wichtig ist uns vor allem die Leidenschaft an der Musik, denn das was wir schaffen, ist unseres und das tragen wir nach draußen“, erklärt Andreas. Daher ist es auch das Ziel der Gruppe, jedes Jahr fünf oder sechs Konzerte zu spielen und Letzteres soll natürlich auch im kommenden Jahr wieder der Fall sein. „Schön ist auch, dass es so gut läuft, wir haben jede Menge neue Songs und sind gerade dabei, ein neues Album aufzunehmen“, ergänzt Hendrik. Wann Letzteres erscheinen soll, steht aber noch nicht fest.
Text und Bild: Christoph Kienemann

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