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MoX Bandporträt: Eigenständig, die Musik von Voodoobasement findet jenseits von Genregrenzen statt20.11.2019



Wie kommt man dazu, in einem eigenwilligen Noise-Projekt Musik zu machen? Die Wurzeln von Voodoobasement liegen in der Wesermarsch. Im Jahr 2008 entsteht hier eine Band, in der Jan Dubberke seine ersten musikalischen Experimente wagt. „Nach einer Weile aber bin ich damit nicht mehr zufrieden und habe überlegt, meine eigene Band zu machen“, erinnert er sich. Kurz darauf entstehen erste Songs am Laptop und bis zum Jahr 2011 sammeln sich ca. 40 Songs im Fundus des Künstlers an. „Ich habe mir dann wieder überlegt, neue Leute dazu zu holen und habe ein neues Line-Up konzipiert.“ In dieser Konstellation entsteht unter dem Namen Voodoobasement in DIY-Methode ein erstes Album, das im Jahr 2013 erschien und Alternate Skies betitelt wurde: „Wie das Leben spielt, haben wir dann angefangen zu studieren oder eine Ausbildung zu machen, dennoch haben wir noch ein paar Konzerte gespielt. Ab einem gewissen Punkt hat es aber nicht mehr gepasst.“ Was auch an Jans unkonventionellen Songideen liegt, die er kompromisslos umsetzen will. Nach dem Umzug nach Oldenburg arbeitet Jan noch mit einem Schlagzeuger zusammen, aber auch dieses hält nicht lange. „Ich glaube ich habe ihn ein bisschen mit Hausaufgaben erschlagen.“
Dabei ist der Musiker kein schwieriger Typ, doch wer mit ihm zusammenarbeiten will, muss sich auf einen großen kreativen Output einstellen. Als Voodoobasement sind seit 2012 ganze acht Veröffentlichungen (sechs Alben und zwei EPs) erschienen, da bleibt nicht viel Zeit für musikalische Atempausen. „Ich liebe Bands mit enorm hohem Output z. B. Electric Six, auch wenn die fast gar nichts mit meiner Musik zu tun haben. Oder die Melvins und Mike Patton. Ich möchte immer kontinuierlich etwas Neues machen“, so Jan. Seine Musik findet jenseits konventioneller Genregrenzen statt. Aufgewachsen in den goldenen Zeiten des Metalcores, klingt Voodoobasement wie eine Mischung aus digitaler Hardcore-Musik, Noise-Rock und ein bisschen Shoegaze. „Es gibt einfach so viel gute Musik, die man ausprobieren könnte. Wenn ich meine Musik beschreiben würde, dann eine Kombination aus Lightning Bolt und Death Grips.“ Die Ideen entstehen dabei oftmals spontan: „Oft höre ich Sachen, die mir gut gefallen und will diese dann ausprobieren, so bastele ich mir Songs zusammen, die dann durch den gemeinsamen Sound zusammengehalten werden.“
Anhören kann man sich diese Mischung auf der aktuellen Platte von Voodoobasement „World Peace“, auf der sich der Musiker introspektiv mit seinem Leben auseinandersetzt. „Ich habe vor drei Jahren angefangen, dieses Album zu konzipieren und habe mir die Frage gestellt, wie es eigentlich um meinen eigenen Selbstwert bestellt ist.“ Aufgenommen wird natürlich im Homerecording, anschließend wurde die Platte dann in der Oldenburger Tonmeisterei veredelt. Natürlich kann man sich die Werke von Voodoobasement auch Live anhören, zuletzt gab es einen Live-Auftritt in der Alten Molkerei in Wilhelmshaven, gemeinsam mit der befreundeten Band Deaf Lizard. Musik ist neben der Verwirklichung der eigenen kreativen Ideen auch ein Ausgleich vom Alltag und vom Berufsleben, das als Kaufmann eher weniger kreativ ist. Darüber hinaus gibt es noch weitere kreative Ausflüge, z. B. das Schreiben und Zeichnen: „In Zukunft will ich weiter an neuer Musik arbeiten, aber wann das kommt, kann ich noch nicht sagen.“
Text und Foto: Christoph Kienemann

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