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Zukunftsinvestitionen: Schulausschuss beschließt Pilotphase für IT-Entwicklungskonzept04.09.2019



text und foto |  Christoph Kienemann

Während die Digitalisierung in der Arbeits- und Lebenswelt der Menschen angekommen ist, weist die Schullandschaft hier einen großen Nachholbedarf aus. In Oldenburg soll sich dies mit der Verabschiedung des IT-Entwicklungskonzeptes ändern, das ab dem Jahr 2021 an allen Oldenburger Schulen etabliert werden soll. Zum Nulltarif ist die Digitalisierung der Schulen jedoch nicht zu haben.
Die Oldenburger Stadtverwaltung hat Großes vor. Die Schulen der Stadt sollen endlich im digitalen Zeitalter ankommen. „Die Bildung wird sich durch die Digitalisierung maßgeblich ändern“, erklärte Schulamtsleiter Matthias Welp. Im Rahmen des IT-Entwicklungskonzeptes werden alle Schulstandorte in Bezug auf kollaboratives Lernen und Unterrichten mit mobilen digitalen Endgeräten vorbereitet und die digitale Infrastruktur (Breitbandanbindung und WLAN) ausgebaut. Geplant sind weiterhin ein zentrales Rechenzentrum und ein zentraler IT-Support für alle Oldenburger Schulen. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer modernen und mobilen Lernumgebung, die es allen Lernenden und Lehrenden ermöglicht, zeit- und ortsungebunden ihre Lern- und Lehrprozesse auszugestalten. Hierfür soll ein digitales Lernarrangement eingeführt werden, das eine Art „digitales Klassenzimmer“ darstellen soll. Zunächst soll das Konzept in einer Pilotphase an fünf Schulen erprobt werden. Hierdurch sollen Fragen der technischen Umsetzung und Machbarkeit beantwortet, die Anwendung im Schulbereich geprüft und die organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geklärt werden. Insgesamt will die Stadt bis 2024 24,8 Millionen Euro für die Etablierung des IT-Entwicklungskonzeptes aufwenden, wobei 10,34 Millionen Euro aus dem Digitalpakt des Bundes stammen. Die Stadt erhofft sich zudem weitere Fördergelder vom Land. Darüber hinaus müssen nach Angaben der Verwaltung 18 neue Stellen für die Betreuung der IT-Infrastruktur geschaffen werden.
Die Politik begrüßte das Konzept grundsätzlich, wobei die hohen Kosten den Ratsmitgliedern Kopfschmerzen bereiteten. „Es ist überfällig, dass wir diesen Weg gehen“, so Michael Schilling (CDU). Die Grünen befürchteten derweil Kürzungen an anderer Stelle im Haushalt. „Wir sollten nicht nur auf die Kosten schauen, die Schulen müssen die SchülerInnen auch auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten“, erklärte Nicole Piechotta (SPD). Schlussendlich stimmte der Schulausschuss einstimmig für die Pilotphase des IT-Entwicklungskonzeptes.
Weiterhin informierte die Verwaltung die Politik über die Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen der Stadt. Problematisch erweist sich hier, dass die Oberschulen im Schuljahr 2019/2020 lediglich 205 neue SchülerInnen in den fünften Klassen aufnehmen werden. „Bei diesen Zahlen ist es nicht möglich, weiterhin 4 Oberschulen in der Stadt zu betreiben“, kritisierte Manfred Klöpper (Linke). Klöpper kritisierte zudem, dass die IGS‘en 90 SchülerInnen ablehnten, die dann an eine andere Schulform wechseln mussten: „Dies entspricht nicht dem Eltern- und Schülerwillen.“
Vorgestellt wurde zudem das neue Musterraumprogramm für die Oberschulen. Letzteres war Teil des 6-Punkte-Programms zur Stärkung der Oberschulen. Jede Schule erhält nun einen Raum für Sprachlernklassen und neue Differenzierungsräume, während die Räume für Inklusionsangebote aufgelöst werden. Die Inklusion soll vielmehr als Regelaufgabe verstanden werden. Durch die Maßnahmen soll sich das Raumangebot an den vier Oberschulen erheblich verbessern. Die Stadt will für die Maßnahme ca. 15 Millionen Euro investieren.

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