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Bahnhofsviertel:
Kreatives Netzwerk: Kreativ: Labor entwickelt sich zur Ideenschmiede28.08.2019







TEXT und FOTO | Christoph Kienemann
Das Kreativ:Labor hat sich zu einer festen Größe in der Oldenburger Kulturlandschaft entwickelt. Die MieterInnen des Hauses organisieren Projekte wie die Schnippeldisko oder das Quartiersfest PlatzDa!. Darüber hinaus finden hier auch immer wieder politisch aktive Gruppen einen Ort, an dem sie ihre Themen diskutieren können und erste Aktionen vorbereiten können. Ziel des Labors ist es, das Engagement vieler kleiner Vereine und Initiativen überhaupt erst zu ermöglichen.
Im Rahmen der Sanierung des Oldenburger Bahnhofsviertels, hatte sich die Stadtverwaltung bereits 2009 das Ziel gesetzt, die Bedingungen für die freie Kulturszene in Oldenburg zu verbessern. Zunächst sollten dafür Räume im Oeins-Kulturturm entstehen, dies konnte jedoch nicht realisiert werden. In den zwei Stockwerken des Kreativ:Labor stehen ab sofort 400m² Arbeitsraum zur Verfügung. Im Erdgeschoss dient ein Versammlungsraum als Treffpunkt und Veranstaltungsort für die verschiedensten kulturellen und zukunftsorientierten Projekte. Hier treffen sich immer wieder Initiativen und inzwischen auch regelmäßig Co-WorkerInnen, die den Austausch mit den vielen Kreativen schätzen. Schließlich versteht sich das Kreativ:Labor als Experimentierfeld, in dem Ideen erdacht und erprobt werden können. Dementsprechend finden sich hier Initiativen und Vereine, die etwas im Kultur-, Sozial-, Umwelt-, oder Bildungsbereich bewegen wollen.
Typisch für die Arbeit des Kreativ:Labors ist dabei die Herstellung von Netzwerken und Verbindungen. So entstand zuletzt das Projekt der Kulturscheune am Hof Dinklage, für das sich das Medienbüro Oldenburg und das Cine K verantwortlich zeigten. „Das ist typisch für die Denkweise hier im Haus, wir wollen Orte zum Verweilen schaffen“, erklärt Susann Mertineit. Ähnlich entstand die Idee zum PlatzDa! Festival auf dem Kulturplatz hinter der Kulturetage. Hier soll ein Kino, Theater- und Ausstellungsort entstehen. Die kurzen Wege im Kreativ:Labor führten dann schnell zu Ideen für ein Programm, an dem sich unterschiedliche Gruppen beteiligen. „So entsteht ein kultureller Tag, von Menschen aus der Nachbarstadt für Menschen aus der Nachbarstadt“, so Mertineit. Die Aufgabe der Möglichmacherinnen im Labor ist dabei das Schaffen von Gelegenheiten, zu denen Projekte entstehen können.
Seit der Eröffnung des Kreativ:Labors im Dezember 2015 hat sich das Konzept in Oldenburg etabliert und zieht inzwischen nicht nur kleine Vereine und Initiativen an. Auch große Unternehmen wollen hier Workshops abhalten oder es als Co-Working Ort nutzen. Dafür ist das Kreativ:Labor aber gerade nicht gedacht. „Unser Ziel ist es ja, günstige Räume für AktivistInnen zu schaffen, die eben auch wenig Geld haben, sich aber auch mit Sozialkapital einbringen“, erklärt Mertineit. Viele Unternehmen finden das Kreativ:Labor gerade hip und wollen auf den Co-Working Zug aufspringen. „Unsere Hauptzielgruppe sind Vereine, die eine begrenzte Finanzierung haben, vielleicht ein Projekt für ein Jahr machen.“ Ein gutes Beispiel ist hier der Ernährungsrat. Dieser begann mit einer kleinen Gruppe von Menschen im Kreativ:Labor und hat sich mittlerweile zu einem festen Mieter entwickelt. Das in Oldenburg gerade neue Co-Working-Einrichtungen entstehen, stellt daher auch eher keine Konkurrenz für das Kreativ:Labor dar.
Die Stärke des Konzeptes liegt dabei auch in seiner Flexibilität, wodurch gerade auch Initiativen unterstützt werden können: „Neben den Gruppen, die schon lange bei uns sind, gibt es derzeit viele aus dem Nachhaltigkeitsbereich. Beispielsweise Parents for Future, möchten hier eine Veranstaltung machen und auch die Seebrücke nutzen unsere Räume“, so Mertineit. Die Arbeit des Kreativ:Labor wird dabei von der Stadt Oldenburg mit 58.800 Euro gefördert.

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