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Bekenntnis zum Stadtmuseum. Kulturausschuss stimmte für Neubau des Stadtmuseums31.05.2019



Text und Foto  |  Christoph Kienemann

Geht es nach dem Willen des Oldenburger Kulturausschusses, dann wird die Stadt ein neues Stadtmuseum bekommen. Mit den Stimmen der SPD, CDU und FDP beschloss der Ausschuss, die Verwaltung mit der Durchführung des Projektes zu beauftragen. Dabei soll im Architektenvertrag eine Kostengrenze von 17 Millionen Euro festgehalten werden. Letzteres hatte die CDU-Fraktion in einem Änderungsantrag beantragt. Die Stadt soll den Rat zudem regelmäßig über die Entwicklung der Baukosten informieren. Keine Mehrheit fand ein Antrag von Linke/Piraten, den städtischen Kostenanteil bei 10 Millionen Euro zu deckeln. Die Verwaltung sah durch einen solchen Vorschlag die durch den Bund zugesagte Förderung des Museums in Höhe von 8,5 Millionen Euro in Gefahr. Ursprünglich wollte auch die CDU die Kosten bei 17 Millionen Euro deckeln, dies aber nicht für den Ausschuss beantragt.
Die Grünen wollten die Beschlussfassung hingegen noch einmal vertagen. Es müsse Klarheit über die Zukunft der CCO Tiefgarage bestehen, bevor man über den Bau des Museums entscheiden könne, führte Andrea Hufeland aus. Dieser Argumentation wollte die Mehrheit im Ausschuss aber nicht folgen. „Die mögliche Investition in die Tiefgarage hängt nicht mit dem Museum zusammen“, so Ulf Prange (SPD). „Wir sind zeitlich schon in der Bredouille und sollten uns daher für dieses bedeutende Projekt entscheiden“, erklärte Christiane Ratjen-Damerau (FDP). Ulrich Helpertz von Eigenbetrieb Hochbau der Stadt hatte zuvor ausgeführt, dass die Situation der Tiefgarage, den Neubau des Museums in keinem Fall beeinträchtigen würde. Sollte die Tiefgarage stillgelegt werden, würde es die Bauaufgabe sogar erleichtern. Die AfD störte sich hingegen an der Architektur des geplanten Museums. Christoph Brederlow vermisste Säulen, Erker oder Ornamente im Entwurf. Grüne und Linke enthielten sich bei der Abstimmung über Neubau. OB Krogmann versicherte in einem Schreiben zudem, dass auch die regionale Kunst weiterhin ihren Platz im Museum haben wird. So soll eine der drei jährlichen Sonderausstellungen die regionale Kunst zum Thema haben und letztere soll weiterhin durch Ankäufe gefördert werden.
Zugast im Ausschuss waren zudem Nicola Haßold-Piezunka und Michael Hagemeister von der Kulturgenossenschaft Globe. Für die Sanierung des Globe-Kinos auf dem Areal der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne hat die Genossenschaft derzeit Eigenkapital in Höhe von 325.000 Euro eingeworben. Hinzu kommen 745.000€ an Fördermitteln durch den Bund und die Europäische Union, weitere 340.000 Euro sollen von Stiftungen kommen. Auch von der Stadt erhofft sich die Genossenschaft 100.000 Euro. Die Politik stellte diese für den kommenden Haushalt in Aussicht und will dies mit einem Letter of Intent untermauern. Die Sanierung des Globes wird sich derweil verzögern, mit einer Eröffnung ist nun erst im Jahr 2021 zu rechnen. Letzteres setzt jedoch voraus, dass die Fördermittel auch schnell abgerufen werden können.

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