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DIABOLO Wochenzeitung:
Zeit verloren: Cäcilienbrücke wird dauerhaft gesperrt22.05.2019





Text und Foto  |  Christoph Kienemann

Die Cäcilienbrücke ist in noch schlechterem Zustand als bisher angenommen wurde. Nachdem bereits im Februar größere Schäden am Mauerwerk aufgetreten waren, vermaß das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee die Brücke erneut und stellte fest, das die Türme des Bauwerks sich weiter aufeinander zubewegt haben. Damit sei ein weiterer Betrieb des Bauwerks nicht mehr möglich, wie Vertreter des WSA mitteilten. Durch die Bewegung der Türme kann es beim Heben und Senken der Brücke zu Beschädigungen des Mauerwerks kommen, die Steine könnten dann PassantInnen gefährden. Derzeit kann die Brücke bereits ab einer Temperatur von 17° Celsius nicht mehr sicher betrieben werden. Das WSA plant daher, die Brücke auf einen Meter anzuheben und dort zu fixieren. FußgängerInnen und RadfahrerInnen könnten die Brücke über eine Rampe passieren. Weitere Maßnahmen werden derzeit geprüft, möglicherweise muss der Brückentrog im Sommer vollständig entfernt werden. Die Brücke würde dann bereits ab Sommer 2019 nicht mehr passierbar sein, eine Behelfsbrücke kann erst im Frühjahr 2020 fertiggestellt werden. Müsste die Brücke ausgehoben werden, müssten auch RadfahrerInnen und FußgängerInnen große Umwege in Kauf nehmen.
Vorgestellt wurde im Verkehrsausschuss zudem der Fahrradklima-Test des ADFCs. In der Gesamtbewertung erhielt Oldenburg, wie bereits 2016 die Note 3,5und belegte damit in der entsprechenden Größenklasse den 3. Platz. Unter den vier Städten aus Niedersachsen in dieser Größenklasse rangiert Oldenburg nach Göttingen (Note 3,4) an zweiter Stelle. Tendenziell wird die Radinfrastruktur in der Stadt von den NutzerInnen aber eher schlechter als besser bewertet, trotz der zuletzt getätigten Investitionen. Heinrich Book vom Oldenburger ADFC führt dies auf die gestiegenen Ansprüche der RadfahrerInnen zurück, die sich immer stärker für eine angemessene Infrastruktur einsetzen. Kritisiert wird in Oldenburg z. B. seit Jahren die unzureichende Breite der Radwege und deren Beläge. Hier müsste dringend etwas getan werden, so Book. Eine Idee, wie der Radverkehr in Oldenburg verbessert werden könnte, präsentierte eine 9. Klasse der IGS Helene-Lange-Schule. Sie schlagen mehrere Fahrradstationen in der Stadt vor, an denen beispielsweise PendlerInnen einfach auf Räder umsteigen können.
Einstimmig beschlossen wurde vom Verkehrsausschuss die Aufnahme von Verhandlungen der Stadt mit der Bahn AG über eine Eisenbahnkreuzungsvereinbarung zur Alexanderstraße. Sollte das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Stadtstrecke tatsächlich genehmigt werden, dann soll in diesem Zug auch der Bahnübergang an der Alexanderstraße umgebaut werden. Hier geht es um eine Höherlegung der Bahnstrecke und eine geringe Absenkung der Alexanderstraße, wodurch der Bahnübergang überflüssig werden würde. Die Verwaltung betonte, dass eine Kreuzungsvereinbarung notwendig sei, damit die Stadt die Finanzierung der Maßnahme klären kann. Insgesamt würden Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro anfallen, wovon die Stadt ein Drittel aufbringen müsste. Das Land hat jedoch eine Förderung in Höhe von 75% zugesagt, Voraussetzung ist jedoch eine Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn. Über die Unterzeichnung einer Vereinbarung wird gegebenenfalls der Rat entscheiden.

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