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DIABOLO Wochenzeitung:
Traditionsverein: Europäische Föderalisten sind auch in Oldenburg aktiv08.05.2019



Text und Foto  |  Christoph Kienemann

Wer sich mit der Geschichte der europäischen Föderalisten befasst, der entdeckt Ungewöhnliches. Der Ursprung der Organisation geht auf Zusammenschlüsse in der Schweiz und England zurück. In den 1930er Jahren gründete sich im Alpenland die „Europa-Union“ und in London die „Pax Union“. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trafen sich auf Anregung der Schweizer Europa-Union im September 1946 VertreterInnen des europäischen Föderalismus und erarbeiteten zwölf Thesen für die Gründung eines europäischen Bundesstaates. Aus diesem ersten Treffen entstand in Paris am 17. Dezember 1946 die Gründung der Union Europäischer Föderalisten (UEF). Federführend waren damals frühere französische, niederländische und italienische Widerstandskämpfer, die gegen die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten vorgegangen waren. In der Folge konnten die europäischen Föderalisten ihre politischen Forderungen nicht in konkrete Erfolge umsetzen, die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Jahr 1952 entsprach nicht ihren Vorstellungen. In den 1970er-Jahren setzten sich die Föderalisten allerdings erfolgreich für eine Direktwahl des Europäischen Parlamentes ein.
Heute bestehen die Europäischen Föderalisten aus 24 Sektionen, die in den Mitgliedsstaaten der EU aktiv sind. Die UEF setzt sich in der Gegenwart dafür ein, interessierte und engagierte BürgerInnen zu gewinnen, die auf ein vereintes, föderales Europa hinwirken wollen. In der Öffentlichkeit wahrnehmbar waren zuletzt vor allem die Jungen europäischen Föderalisten (JEF). Die Jugendorganisation setzt sich für transnationale Listen europäischer Parteien ein, die bei Europawahlen antreten sollen. Die EU soll zudem eine verbindliche Wirtschafts-, Haushalts- und Finanzpolitik betreiben und ihre Ausgaben aus eigenen Steuern finanzieren. In der Außenpolitik soll die EU mit einer Stimme sprechen und für Frieden, nachhaltiges politisches Handeln und den Schutz und die Verbreitung ihrer Grundwerte eintreten. Aktuell sind die JEFs mit ihrer Kampagne „Europa Machen“ unterwegs. Hiermit sollen vor allem junge Menschen für die Europawahl mobilisiert und für die Modernisierung der EU geworben werden. In der Vergangenheit waren dabei schon einige prominente PolitikerInnen Mitglieder der JEFs. Die spätere Bundestagsabgeordnete Petra Kelly, der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen oder die italienische Politikerin Monica Frassoni waren Mitglieder der JEFs. In Oldenburg engagiert sich unter anderem der frühere Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald für die UEF. Gemeinsam mit der VHS organisieren die Föderalisten Informationsveranstaltungen zur Europawahl.

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