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DIABOLO Wochenzeitung:
Mit oder ohne Sprache „Women, men and other problems”– Interkulturelles Theater02.05.2019





Text und Foto  |  Raphael Siems

Das interkulturelle Theaterprojekt, das vergangenen Freitag und Samstag an der Weißen Rose aufgeführt wurde, basiert auf einem nun schon älteren Konzept. Jedes Jahr gibt es eine Kooperation zwischen dem Oldenburger Verein für Jugendkulturarbeit und dem Sadrat Institute aus Port Elizabeth. Auch dieses Jahr sind unter der künstlerischen Leitung von Nicki-Ann Rayepen wieder 15 Jugendliche aus Südafrika nach Deutschland gekommen, um mit 15 Jugendlichen von hier zu diskutieren, improvisieren und zu proben. Nach zwölf Tagen war das Ergebnis ein fertiges Stück bestehend aus Szene, Tanz und Musik. Dabei handelt es sich generell um politische Angelegenheiten, die thematisch aufgegriffen werden. Das Stichwort des Projektes von 2017 etwa lautete „Let´s make Ubuntu“, was so viel heißt wie „Lasst uns eine Familie werden“. Jugendliche verschiedener Kulturen gingen aufeinander zu, lernten sich kennen und fingen an zu kommunizieren – ob mit oder ohne Sprache. Nach wenigen Tagen spielte es keine Rolle mehr, wer aus welchem Land stammt. Ein Phänomen, das dieses Jahr wieder einmal deutlich zu erkennen war, diesmal unter der leitenden Thematik „Gender, women rights and privileges“. Das Publikum im vollen Zuschauerraum wurde mit den Konflikten derjenigen Menschen konfrontiert, die aufgrund von alten Geschlechterrollen mit gesellschaftlicher Diskriminierung zu kämpfen haben. Junge Frauen, die nicht ihrem Wunschberuf nachgehen können, da sie für den Haushalt verantwortlich seien. Homosexuelle Liebespaare, die sich verstecken müssen, weil sie nicht gerne gesehen werden. Innerhalb von 40 Minuten wurden diverse solcher Situationen – meist sehr verständlich – in Form von anschaulichen Tänzen, szenischen Darbietungen, Sprache und Gesang präsentiert. Am Ende haben sich die Jugendlichen ihre aufgemalten Etiketten aus den Gesichtern gewischt und stattdessen mit breitem Lächeln im Gesicht getanzt. Sogar das Publikum wurde auf die Tanzfläche gezogen. Im Nächsten Jahr soll es dann für alle Jugendlichen nach Südafrika gehen. Die Organisationen, die hinter diesem Projekt stehen und es finanziell unterstützen, sind weltwärts, Engagement Global, Brot für die Welt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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