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DIABOLO Wochenzeitung:
Schlau machen: Gleichstellungsbüro informiert über Zuschuss für Verhütungsmittel02.05.2019

Text und Foto  |  Christoph Kienemann

Das 22. Lebensjahr ist noch nicht vollendet? Kein Problem, dann wird die Krankenkasse die ärztlich verordneten Verhütungsmittel übernehmen. Alle Menschen wiederum, die das nicht mehr betrifft, haben Anspruch auf eine alternative Unterstützung. Seit 2010 gibt es von Seiten der Stadt Oldenburg einen Zuschuss auf Verhütungsmittel. Im Konkreten heißt das: Wer Hilfe zum Lebensunterhalt bekommt, wer Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Kinderzuschlag bezieht, oder aber Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, der hat auch den Anspruch auf bis zu 100 Euro jährlichen Zuschuss. Das betrifft sowohl hormonelle Verhütungsmittel wie etwa die Pille, die Dreimonatsspritze, den NuvaRing oder Verhütungspflaster, ebenso aber auch mechanische Mittel wie etwa die Spirale. Darüber hinaus wird auch eine finanzielle Unterstützung bei der Sterilisation für Frauen und Männer gewährt. Wer hinter diesen Entscheidungen steht, das sind die AWO (Arbeiterwohlfahrt), pro familia sowie das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg. Sie alle sehen den Zuschuss als unumgänglich, denn nicht selten sei die Folge mangelnder Ressourcen die, dass betroffene Menschen sich für eine weniger sichere Alternative entscheiden, wenn sie nicht sogar gänzlich auf ihre Verhütung verzichten. Ulrike Kleen von der AWO erklärt, dass der Zuschuss, der zwar nicht unbedingt die gesamten Kosten, jedoch einen „nicht unerheblichen“ Teil deckt, die Entscheidung für eine langfristige Verhütungsmethode erleichtern könne, das Problem sei nur die fehlende Kenntnis. Zu viele Menschen, die einen Anspruch auf den Zuschuss haben, sind sich darüber gar nicht bewusst, deshalb wird nun auf mehr Transparenz gesetzt. Jedes Jahr werden vom Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg neue Informationsflyer herausgegeben. Gerade jetzt wurden wieder 2000 neue Exemplare an viele Praxen und Apotheken geschickt, die ebenso erhältlich sind bei pro familia und der AWO.

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