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Neueinsteiger: Vechtaer Stefan Gehrold kandidiert für die CDU bei der Europawahl24.04.2019

Text  |  Christoph Kienemann

Stefan Gehrold (Jahrgang 1965) kam über Umwege ins EU-Parlament. Zunächst sollte Gehrold für die Konrad-Adenauer-Stiftung nach Mozambique gehen, landete aber in Zagreb. Später arbeitete er für die CDU-Stiftung in Prag und im Senegal, bevor er die Leitung des Stiftungsbüros in Brüssel übernahm. Gehrold kennt sich also aus mit Themen der Europapolitik. Bereits während seines Studiums der Rechtswissenschaften absolvierte er ein Erasmusjahr in Portugal und zeigte sich in der Folge als überzeugter Europäer. Die Europapolitik Helmut Kohls bewegte Gehrold im Jahr 1992 in die CDU einzutreten. Nach dem Abschluss seines Jurastudiums und einer Promotion an der Universität Münster absolvierte Gehrold sein Referendariat am Oberlandesgericht Oldenburg.
Als Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung setzte sich Gehrold mit unterschiedlichen poltischen Debatten in seinen Gastländern auseinander. In Publikationen der Stiftung griff er beispielsweise die Diskussionen über eine US-Raketenabwehr in Europa auf oder beteiligte sich am Klimareport der Stiftung. In seiner Funktion als Leiter des Brüsseler Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung war Gehrold dann direkt mit der Organisation von Seminaren und Debatten über die Europapolitik betraut.
Nach seinem Einzug in das Europaparlament ist Gehrold nun Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss und hat sich mit Fragen der deutschen Einlagensicherung sowie der Bewahrung des Sparkassen- und Raiffeisenbankensolidarsystems befasst. Ein besonderes Anliegen ist Gehrold derweil die Entwicklung des afrikanischen Kontinents. Es gelte die Lebensbedingungen für die Menschen in Afrika zu verbessern und Fluchtursachen zu bekämpfen und nicht Flüchtlinge. Dazu beitragen soll eine gezielte Agrarpolitik der EU, von der neben den Menschen in Afrika auch die Landwirte im Oldenburger Land profitieren sollen. Als Schattenberichterstatter im Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit des EU-Parlaments ist Gehrold in diesem Politikfeld aktiv. In der nächsten Legislaturperiode des EU-Parlaments soll die Ausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik der EU-Länder bis zum Jahr 2030 beschlossen werden. Dabei geht es nicht nur um die Verteilung von Milliarden Euro an Subventionen, sondern zukunftsfähige Formen der Landwirtschaft und die Entwicklung und Förderung der ländlichen Räume. Gehrold begleitet dabei den Entwurf einer ersten Stellungnahme zur zukünftigen Agrarpolitik durch die Grünen-Abgeordnete Maria Heubuch. Heubuch sprach sich darin für die Abkehr von einer exportorientierten Landwirtschaft aus. Weiterhin will sich Gehrold dafür einsetzen, dass die Auswirkungen des Brexits auf die Wirtschaft in der Weser-Ems-Region möglichst gering bleiben.

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