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Wochenzeitung DIABOLO:
Crossover-Cocktail
Norwegens Kulturszene hat’s drauf!14.02.2019

Text  |  Horst E. Wegener

In freudiger Erwartung blicken Jazz-Afficionados derzeit mal wieder nach Bremen, wo sich gegen Ende April die Szene im Rahmen der jazzahead-Messe ihr alljährliches Stelldichein liefern wird. Und da es dem Organisationsteam unter Leitung von Trompeter Ulli Beckerhoff schon beim ersten Festivaldurchgang darum ging, möglichst viele Bereiche abzudecken, man neben internationalen und nationalen Fachmessebesuchern schnell auch ergraute Normalbürger sowie das clubnight-affine jüngere Partyvolk mit den aktuellen Trends versorgen wollte, schnürten die Festivalmacher ab 2006 für ihre insgesamt vier Messetage Offerten, die sowohl an Branchenprofis als auch an die Fans gerichtet waren.

Darüber hinaus zahlt es sich seit 2011 aus, den alljährlich wechselnden Gastländern die Gelegenheit einzuräumen, mit einem ergänzenden Rahmenprogramm beim Publikum schon zwei Wochen vorm Messemarathon das Interesse über Musik hinaus zu erweitern.
Anno 2019 fällt diese Ehre Norwegen zu, wird das eigentliche jazzahead-Festival um die neuesten Strömungen in Film, Theater, Literatur oder Kunst des skandinavischen Landes ergänzt. Der Startschuss zu diesem informativen Kulturreigen fällt bereits Mitte April und findet traditionell im Theater am Goetheplatz statt. Dorthin bittet die Norwegische Botschaft, um mit einem Doppel-Konzert des Håkon Kornstad Trios und einem Liveauftritt der Sängerin Mari Boine das Publikum ab dem 13. April über zwei Wochen hinweg auf die Vielfalt nordischer Kultur einzustimmen. Die beiden Acts unterstreichen die enorme Bandbreite der norwegischen Musikszene par excellence – was den auf seinem neuen Album Jazz mit klassischem Gesang mischenden Håkon Kornstad im Vorfeld der jazzahead anmerken ließ: „Ich denke, so sollte Musik heute sein – ohne stilistische Grenzen, ohne Regeln bis auf die eine, keinen langweiligen Jazz zu machen“. Während sich das Trio des 1977 in Oslo geborenen Saxofonisten und Sängers Kornstad auf „Im Treibhaus“ Richard Wagners frühen Studien zur Oper „Tristan und Isolde“ widmet, indem man Kunstlieder mit Jazzimprovisationen mixt, ist die 1956 in Lappland geborene Mari Boine für ihren zeitlosen Crossover-Cocktail aus samischem Gesang, Jazz, Rock und Pop dank der Entdeckung und Förderung durch Ex-Genesis-Strippenzieher Peter Gabriel seit den frühen 1990ern auch außerhalb Skandinaviens bekannt. In Bremen dürften wir uns auf Songs aus dem jüngsten Longplayer der Weltmusikerin freuen, wird die Künstlerin den musikalischen Bogen mit Sicherheit von „See the woman“ bis zu ihrem Erfolgsalbum „Gula Gula“ zurückschlagen, das ab 1989 die internationale Karriere der legendären Sami-Aktivistin einleiten mochte.
Gut anderthalb Wochen darauf, am Eröffnungsabend des diesjährigen jazzahead-Messemarathons wird die musikalische Stafette dann an acht weitere Bands des 2019er Partnerlandes weitergereicht, um dem Publikum eine für Norwegen „typische Mischung von einheimischer Volksmusik und Jazz“ näher zu bringen, so Organisator Beckerhoff. Zu den Highlights der Norwegian Night zählt der künstlerische Leiter des Jazzfestivals den international bekannten Saxofonisten Karl Seglem, das zehnköpfige Ensemble von Frode Haltli Avant Folk oder die Sängerin Kristin Asbjornson. Jüngst beim New Yorker Winter Jazzfest um ein Statement zum Niveau der norwegischen Musikszene gebeten, bringt Beckerhoff sein Urteil mit einem einzigen Wort auf den Punkt: „sensational!“ Wenn das nicht überzeugend klingt...

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