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Wochenzeitung DIABOLO:
Viel zu entdecken
Kunst im Bahnhofsviertel24.01.2019

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Viel zu entdecken<br />Kunst im Bahnhofsviertel

text und fotos  |  Christoph Kienemann

Das Oldenburger Bahnhofsviertel ist immer noch der Raum für Kreative in Oldenburg. Dabei verwirklicht sich diese Kreativität nicht nur in Theater, Konzerten oder allerlei Veranstaltungen, sondern schlägt sich ebenfalls im öffentlichen Raum nieder. Sei es in Kunstwerken, Grafittis, Skulpturen oder alten Reliefs. Im Bahnhofsviertel gibt es einiges zu entdecken.

Der Innenhof der Kulturetage ist  inzwischen als Kulturplatz bekannt. Hier gibt es nicht nur die kleine Draußenecke mit der Aufschrift „Institut für Lebensweisheit“, sondern hier findet sich beispielsweise eine kleine Fotoausstellung mit dem Titel „The beauty of Afghanistan“ von Faisal Ibrahim. Ein paar Meter weiter findet sich die neueste Installation auf dem Kulturplatz. Der Künstler Michael Olsen hat hier einen gelben Buzzer angebracht, der mit einer alten Industrieuhr verbunden ist. Das Projekt trägt den Titel „Time is fake“ und soll den Umgang der Menschen mit der Zeit hinterfragen. Welchen Einfluss hat die Zeit auf den Menschen, wie richten wir unser Leben nach ihr aus und wie offenbart sich uns die Zeit? Über solche und andere Fragen soll Time is fake zum Nachdenken anregen. Wer auf den gelben Buzzer drückt, der aktiviert eine alte Industrieuhr aus den fünfziger Jahren. Doch die Uhr misst nicht etwa die Zeit, sondern die Zeiger der Uhr bewegen sich auf ihre ganz eigene, zufällige Weise. Doch auch während des Tages bewegen sich die Zeiger in ihrer unberechenbaren Art. Eine Kamera filmt das Schauspiel und überträgt es per Livestream auf die Homepage des Projektes.
Wie sich die Zeit wandelt, lässt sich aber auch an den Gebäuden des Bahnhofsviertels ablesen. Wo einst eine Tankstelle der Firma Avia stand, befindet sich nun ein Bürogebäude, in das die Werkschule eingezogen ist. Die heutige Raiffeisenstraße hieß damals noch Rosenstraße und stellte eine Verbindung zum Stau zum Pferdemarkt her. Die letzte Tankstelle im Bahnhofsviertel hat seit einiger Zeit bereits geschlossen und hier haben,  wie an vielen Stellen Graffitti-KünstlerInnen einen Platz für ihre Leidenschaft gefunden. Bis ein avisierter Neubau realisiert ist, wird es dort wohl verbleiben. Im Bahnhofsviertel lassen sich derweil alle möglichen Botschaften an Wänden, Laternen oder Kästen finden. Viele von ihnen sind dabei politischer Natur. So verkündet eine Botschaft in der Raiffeisenstraße „Nationalismus war als Kind schon scheiße“. Künstlerischer ist da schon das Wandbild in der Klävemannstraße.
Neben diesen Spuren des urbanen Lebens im Bahnhofsviertel, präsentiert sich hier aber auch eher bürgerliche Kunst. Vor den Villen des Stadtmuseums findet sich beispielsweise das Kreuz-Stück des Künstlers Wilfried Hagebölling. Die vier Meter große Installation findet sich seit dem Jahr 1991 im Besitz der Stadt. Daneben weisen große Installationen auf die maritime Geschichte des Bahnhofsviertels hin. Dazu gehört insbesondere die Maritime Großplastik an der Hafenpromenade, die der Künstler Bernhard Luginbühl im Jahr 1993 gefertigt hat. Die Entdeckungsmöglichkeiten im Bahnhofsviertel sind also äußerst vielfältig und immer noch im Wandel begriffen.

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