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Wochenzeitung DIABOLO:
Finanzspritze –
Theaterpädagogik erhält höhere Landesförderung19.12.2018



text und foto |  Christoph Kienemann

Große Freude beim in Oldenburg beheimateten Landesverband Theaterpädagogik (LaT). Derzeit vertritt der LaT 42 Einzelmitglieder und 20 Mitgliedsorganisationen, denen ca. 300 TheaterpädagogInnen angehören. Die Arbeit des Verbandes wird im kommenden Jahr mit 250.000 Euro an Fördermitteln durch das Land Niedersachsen unterstützt. Eine Initiative der Politik, die die ursprünglich von der Landesregierung vorgesehenen Mittel aufstockte. Auch die Arbeit der Servicestelle „KuBi international“ kann dank einer Förderung von 50.000 Euro weitergehen.

Seit dem Jahr 2010 befindet sich die Geschäftsstelle des Landesverbandes Theaterpädagogik Niedersachsen im „Internationalen Jugendprojekthaus – Weiße Rose 1“ des Vereins Jugendkulturarbeit in Oldenburg. Für den 1. Vorsitzenden des LaT, Jörg Kowollik, hatten die drei Oldenburger Landtagsabgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange (beide SPD) und Esther Niewerth-Baumann (CDU) in der letzten Woche gute Nachrichten im Gepäck. Der LaT wird im Jahr 2019 insgesamt 250.000 Euro aus Landesmitteln erhalten, um das Projekt „Theaterpädagogik in die Fläche bringen – Transformationsprozesse initiieren für Niedersachsen“ durchzuführen. Die Projekte sollen jeweils von den Theaterpädagogischen Zentren in Niedersachsen – angesiedelt in Hildesheim, Oldenburg, Hannover, Lingen, Albstedt und Braunschweig – begleitet werden und mit institutionellen Partnern durchgeführt werden. „Mit der Förderung können wir zwischen 30 bis 60 Projekte im kommenden Jahr fördern. Wichtig ist, dass wir die Projekte mit bis zu 100% fördern können“, erklärte Jörg Kowollik auf einer Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Projektes. Denkbar sind dabei Projekte, die sich mit dem Thema der Interkulturalität in der Pflege befassen oder sich mit dem demografischen Wandel in Niedersachsen auseinandersetzen. So sollen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen benannt werden und die gesellschaftlichen Transformationsprozesse mithilfe der Theaterarbeit exemplarisch bearbeitet werden. „Die Ergebnisse wollen wir dann auch wieder an die Politik rückkoppeln und, wie im vergangenen Jahr, eine Fachtagung organisieren“, so Kowollik. „Viele waren enttäuscht, als sie den Haushalt der Landesregierung gesehen haben, daher war es gut, dass wir seitens der Politik nachgelegt haben“, erklärte Hanna Naber im Hinblick auf die Demonstration von niedersächsischen TheatermacherInnen vor dem Landtag im Oktober 2018. „Die aufsuchende Kulturarbeit, die hier praktiziert wird, ist ein innovatives Projekt, durch das viele Menschen erreicht werden können, die andernfalls nicht erreicht würden“, unterstrich Ulf Prange. Im vergangenen Jahr habe man bereits Mittel für die Theaterpädagogik eingestellt und dieser Betrag sei nun noch einmal erhöht worden. „Manchmal ist es schwierig, bei einem Projekt Bündnispartner zu finden, wenn es den Anschein hat, die Mittel würden nur einer Stadt zugutekommen, aber hier ist uns das zum Glück gelungen“, freute sich Esther Niewerth-Baumann.
Neben der Förderung für die LaT konnten die Landtagsabgeordneten auch die Verlängerung der Förderung für das Oldenburger Servicebüro für Internationale Kulturelle Jugendbildung (KuBi International) erreichen. Diese wird mit 50.000 Euro gefördert und kann ihre Arbeit fortsetzen. Das Servicebüro wird landesweite Informationsveranstaltungen durchführen und die Vermittlung von Jugendlichen in den europäischen Freiwilligendienst organisieren. Die erneute Förderung sei auch deshalb so wichtig, weil Niedersachsen Nachholbedarf bei internationalen Freiwilligendiensten aufweise und im bundesweiten Vergleich Schlusslicht sei, unterstrich Detmar Koch, Vorstand der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen.

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