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Wochenzeitung DIABOLO:
Serie: Künstler von Hier
11 Fragen an … Fynn Klün13.12.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Serie: Künstler von Hier <br />11 Fragen an … Fynn Klün

interview und foto  |  Karin Peters

Raus aus dem Kopf, rein ins Gefühl! Frisches, kreatives Herzblut bringt der 23jährige Fynn Klün in die aktuelle Kunstszene. Seine Bilder, meist auf riesigen Leinwänden, sind so herrlich unkonventionell, so voller Freude, Farbe und Schwung, wie sie vielleicht nur jemand malen kann, der das eben nicht studiert hat. „Ich bin Autodidakt und will es bleiben,“ sagt er. Mut hat der in Wittmund geborene Youngster dafür umso mehr. Nach dem Abitur war eigentlich schon klar, dass er freier Künstler werden wollte. Um den Eltern nicht auf der Tasche zu liegen, kellnert er in einem Oldenburger Weinlokal. Das reicht gerade für Miete, Unterhalt, Farben und Material. Auf einen bestimmten Stil kann er sich nicht festlegen, der sei immer in Entwicklung, mal abstrakt, mal gegenständlich oder „wie Kinder malen“.  Auch Street-Art findet er toll, mit Ikonen wie Jean-Michel Basquiat und Bradley Theodore. Dass ihm die Sache wirklich ernst ist, zeigt Fynn‘s erste Einzelausstellung, die Mitte Oktober in Oldenburg lief. Statt auf andere zu warten, hat sich der junge Mann eine 700 Quadratmeter große Halle im Hof Dinklage gemietet und vom Flyer bis zum Rahmenprogramm alles selbst organisiert. Es kamen über 200 Besucher, nicht schlecht für den Anfang!

DIABOLO: Wie sind Sie zur Malerei gekommen?
Klün: Als ich 13 war, gingen meine Mutter und ich in ein Klamottengeschäft, das auch Graffitidosen verkaufte. Meine Mutter kaufte sich aus Spaß welche, ich fand das cool, kaufte mir auch welche und fing dann an, auf großen Holzplatten zu sprühen. Über die Jahre entwickelte sich meine Kunst und ich fing an, andersweitig zu malen.
DIABOLO: Was möchten Sie mit Ihrer Kunst bewirken?
Klün: Ich male aus dem Gefühl heraus und das ist es, was ich bei den Betrachtern bewirken will – ein Gefühl.
DIABOLO: Mit welchen Themen setzen Sie sich auseinander?
Klün: Es geht mir darum, etwas Neues zu finden. In meinen abstrakten Werken geht es um die Ästhetik und in meiner symbolischen Malerei geht es um schöne Dinge: Liebe, Leichtigkeit, Sonne, Wolken, Wein, Blumen, Pferde...
DIABOLO: Wo und wie arbeiten Sie?
Klün: Zurzeit noch in meiner 3er-WG in Oldenburg. Ich würde aber gerne in eine Halle ziehen, in der ich mehr Platz habe, um mehrere Ideen gleichzeitig umsetzen zu können. Maler und Erfinder sind für mich nah beieinander, denn es geht darum, etwas auf neue Art und Weise zu machen – also probiere ich alles aus, was mir in den Kopf kommt.
DIABOLO: Ihre kreative Eigen-Art?
Klün: Ich arbeite zurzeit in einer gewissen Technik, die ich Deichtechnik nenne. Dafür ziehe ich aus der Tube direkt auf die Leinwand Formen oder Symbole, welche ich später mit verdünnter Farbe ausfülle.
DIABOLO: Ein Höhepunkt in Ihrer bisherigen Arbeit?
Klün: Ich habe viele Lieblingsbilder.  Aber ein wirklicher Höhepunkt war am 17. Oktober 2018. Da veranstaltete ich meine erste eigene Vernissage. Ich präsentierte - in Begleitung von Live Jazz, einem schönen Wein, Weintrauben und Käse – 35 Werke aus den letzten anderthalb Jahren.  
DIABOLO: Ein aktuelles Projekt?
Klün: Ein Projekt ist nun für mich, Partner und Galerien in Hamburg, Bremen und Umgebung zu finden, die mit mir zusammenarbeiten wollen. Und währenddessen mache ich weiter Kunst und setze Ideen um, die mich interessieren. Zurzeit dreht sich alles um Pferde und Collagen finde ich auch cool.
DIABOLO: Wo ist Ihre Kunst zu sehen?
Klün: Momentan auf meiner Homepage. Natürlich hoffe ich, 2019 auch neue Werke persönlich präsentieren zu können.
DIABOLO: Was bedeutet Erfolg für Sie?
Klün: Für mich ist Erfolg, wenn man sich ein Ziel setzt und das dann erreicht. Das kann die Planung einer Vernissage sein oder auch, wenn man sich für den heutigen Tag vorgenommen hat, eine Tasse Tee zu trinken und es dann auch wirklich schafft, diese Tasse Tee zu trinken – dann ist das auch Erfolg.
DIABOLO: Wie lebt es sich als Künstler in Oldenburg?
Klün: Oldenburg ist super, ich lebe hier gerne. Es gibt Vor- und Nachteile, denn es ist relativ schwer, als junger Künstler eine Ausstellung zu bekommen. Nach 3 Jahren Versuchens habe ich mir schlussendlich eine Scheune gemietet und meine eigene Ausstellung organisiert. Der Vorteil ist, dass sich so etwas dann schnell rumspricht.
DIABOLO: Ein Wunsch, ein Plan, eine Vision?
Klün: Weitermachen!

Kontakt: www.fynnkluen.com

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