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Wochenzeitung DIABOLO:
Endlich entscheiden
6-Punkte-Programm zur Stärkung der Oberschulen01.11.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Endlich entscheiden<br />6-Punkte-Programm zur Stärkung der Oberschulen

text und foto  |  Christoph Kienemann

Auf einer Sondersitzung, die sich ganz dem Thema der Oldenburger Oberschulen widmete, beschloss der Schulausschuss des Stadtrates ein 6-Punkte-Programm zur Stärkung der Oberschulen. Anwesend waren dabei sämtliche Schulleitungen der Oberschulen und viele Lehrkräfte, die ihre Schulen den Ratsmitgliedern vorstellten. Darüber hinaus wurde über den verschobenen Ganztagsausbau an der Grundschule Dietrichsfeld diskutiert.

Seit Jahren schon wird über eine Stärkung der Oldenburger Oberschulen diskutiert. Letztere sehen sich in der Schullandschaft mit großen Herausforderungen konfrontiert. Ihre SchülerInnen kommen oftmals aus sehr heterogenen Hintergründen, viele stammen aus Haushalten, in denen Bildung keine große Priorität hat oder in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. SchülerInnen an eine andere Schulform verweisen, wie es Gymnasien und die Integrierten Gesamtschulen praktizieren, dürfen die Oberschulen nicht. Wie vielfältig die Konzepte sind, mit denen sich die vier Oberschulen in Ofenerdiek, Osternburg, an der Alexanderstraße und in Eversten, diesen Herausforderungen stellen, zeigten die Präsentationen, die die Schulen im Schulausschuss hielten. Spezielle Angebote zur Sprachförderung, zur beruflichen Orientierung und vor allem eine individuelle Orientierung an den Bedürfnissen der SchülerInnen. Damit dies gelingen kann, brauchen die Schulen Planungssicherheit von Seiten der Politik und natürlich eine bedarfsgerechte Ausstattung mit Räumen, die bisher nicht immer gegeben ist.
Mit dem einstimmig vom Schulausschuss gebilligten 6-Punkte-Programm soll nun ein erster Schritt zur Stärkung der Oberschulen unternommen werden. Die Vorschläge basieren auf den Empfehlungen des Gutachtens zur Schulentwicklung. So soll vor allem das Musterraumprogramm für die Oberschulen angepasst werden, damit Räume für Sprachförderung oder sonderpädagogische Förderung oder Kursbildung vorgehalten werden können. Bis zum Jahr 2025 soll die räumliche Besserstellung der Oberschulen abgeschlossen sein. Hinsichtlich der Standorte und der Zügigkeit der Oberschulen soll zudem Planungssicherheit hergestellt werden. Das Schulbudget der Schulen soll um 10% erhöht werden und die Oberschulen erhalten einmalig 25.000 € für Beschaffungen und 10.000 € für pädagogische Weiterentwicklung. Die Stadt will zudem ein Projekt zum Kompetenztransfer der auslaufenden Förderschulen an die Oberschulen finanzieren und weitere Sekretariatsstellen und Stellen im Bereich Freiwilliges Soziales Jahr schaffen. Alle Fraktionen zeigten sich grundsätzlich mit dem 6-Punkte-Plan der Verwaltung einverstanden, auch wenn der Plan zu erheblichen Investitionskosten führen wird. Die Oberschulen appellierten derweil an die Politik, endlich zu entscheiden, um die Schulform zu stärken.
In der Dezembersitzung des Schulausschusses soll derweil der nächste Beschluss zur Stärkung der Oberschulen erfolgen. Dann soll die Festlegung der Zügigkeit der Oberschulen diskutiert werden. Die Verwaltung will nach Maßgabe des Schulentwicklungsplanes die Zügigkeit der Eingangsklassen der Oberschulen festlegen. Keine Oberschule soll weniger als 3 oder mehr als 4 Eingangsklassen aufweisen. Letzteres hatte die Politik bereits einmal abgelehnt, sodass dieses Thema wahrscheinlich kontroverser diskutiert werden dürfte, als das 6-Punkte-Programm der Verwaltung.
Abschließend diskutierte das Plenum über den Ausbau der Grundschule Dietrichsfeld zur Ganztagsschule. Letzterer sollte eigentlich im kommenden Jahr erfolgen, die Verwaltung hat diesen aber nun um ein Jahr verschoben. Angesichts des forcierten Kita-Ausbaus seien nicht mehr genügend Mittel für den Ausbau der Grundschule vorhanden gewesen, die Planungen gingen aber weiter, erläuterte Sozialdezernentin Dagmar Sachse die Entscheidung. „Es darf nicht die Regel werden, dass durch den Kita-Ausbau andere Projekte verschoben werden. Es wird ja nicht nur im Bildungsbereich investiert, da sollten wir unsere Prioritäten überprüfen“, kritisierte Rita Schilling (Grüne).

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