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Wochenzeitung DIABOLO:
Perspektiven
Jugendkulturarbeit zeigt „Das feministische Paradies“25.10.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Perspektiven<br />Jugendkulturarbeit zeigt „Das feministische Paradies“

text  |  Christoph Kienemann

Spätestens seit der MeToo-Debatte ist das Thema Frauenrechte wieder in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit gerückt. Wie sieht es aus beim Thema Gleichberechtigung, gab es in den vergangenen Jahren Fort- oder Rückschritte? Die Oldenburger Jugendkulturarbeit bringt nun mit „Das feministische Paradies“ ein Stück auf die Bühne, das sich mit der Geschichte der Frauenbewegung befasst.

Am 12. November 1918 wurde das Frauenwahlrecht in der Weimarer Republik eingeführt. Damit feiert dieses Ereignis in diesem Jahr sein 100. Jubiläum. Die Jugendkulturarbeit nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, sich in einem Stück mit der Geschichte der weiblichen Selbstbestimmung zu beschäftigen. Die Geschichte der Frauenbewegung ist gekennzeichnet durch Kämpfe um Bildung, Erwerbsarbeit, Wahlrecht und die Chancen zur Verwirklichung des eigenen Selbst. Sie stellen die Eckpfeiler der Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts dar, einer der bedeutendsten und folgenreichsten sozialen Bewegungen. „Wir haben das Jubiläum des Frauenwahlrechts zum Anlass genommen, uns mit verschiedenen Akteuren zu treffen und Ideen über das Thema auszutauschen“, erklärt Gina Schumm von der Jugendkulturarbeit. Mit den Ideen wurde experimentiert und mit der Zeit entstand ein Theaterstück, das sich mit der jahrhundertelangen Geschichte der Frauenbewegung befasst. „In der Gruppe haben wir uns einzelne Aspekte ausgesucht, die wir auf die Bühne bringen wollen“, so Schumm. So wird daraus ein Parforceritt durch die Geschichte der Frauenbewegung, der schon vor dem 19. Jahrhundert ansetzt.
Bei den Vorbereitungen trafen sich Frauen unterschiedlicher Generationen, die sich mit den historischen Ereignissen und auch mit ihrer eigenen Biografie auseinandersetzten. Die Projektarbeit wurde auf diese Weise zu einer gemeinsamen Forschungsarbeit, die geprägt war von Toleranz gegenüber unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten. „Wir haben ja alle unterschiedliche Hintergründe und sind durch das Thema unterschiedlich betroffen und diese unterschiedlichen Perspektiven sollen auch auf die Bühne gebracht werden“, so Schumm. So werden dann biografische Erzählungen mit fiktiven Texten gemischt, Originaltöne und Bilder eingespielt sowie Forderungen der damaligen und heutigen Frauenbewegung gegenübergestellt, kommentiert und choreografiert. Auf der Bühne werden historische Figuren, zeitgenössische BloggerInnen, die iranische Frauenbewegung oder die feminine Freundin zu Wort kommen. Auch aktuelle Ereignisse werden Teil der Performance sein, die auf performative Darstellungsformen setzt. Mit dieser Methode soll dann ein kritischer Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Frauenbewegung und des Strebens nach Gleichberechtigung geworfen werden. Selbstoptimierung, Geburtenkontrolle, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Karriereplanung oder Frauen im Militärdienst sind Themen, die im feministischen Paradies aufgegriffen werden.

Das Feministische Paradies
Premiere Fr. 26.10., 20 Uhr, Limonadenfabrik, OL

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