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Wochenzeitung DIABOLO:
Jugendliche erheben ihre Stimme
Kunstperformance an der Berliner Siegessäule20.09.2018

TEXT | Christoph Kienemann


Die von Jugendlichen geführte und gegründete NGO „Demokratische Stimme der Jugend e. V.“ veranstaltete am 9. September eine Kunstperformance an der Berliner Siegessäule. Eine Pyramide aus Geldscheinen sollte PassantInnen darauf aufmerksam machen, wie fokussiert die heutige Gesellschaft auf Konsum und Kapital ist. An der Kunstaktion nahmen 100 Jugendliche teil, die von der Siegessäule zum Brandenburger Tor marschierten. Betrachtet man die Politik der Großen Koalition in Berlin, dann lässt sich unschwer feststellen, dass die Jugend keine große Beachtung im Reichstag findet. Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche selbst ihre Stimme erheben und ihre Sichtweisen in den öffentlichen Diskurs einbringen.

Aus diesem Grund gründeten Mira Drews und Simon Hoffmann im Jahr 2016 den Verein „Demokratische Stimme der Jugend“. Die NGO soll Jugendlichen eine Plattform bieten, ihre Ideen und Vorschläge für eine gerechtere Welt kundzutun. Man wolle sich nicht von den Problemen der Welt frustrieren lassen, sondern aktiv an deren Lösung mitarbeiten. Die Jugendlichen wollen Verantwortung für die Zukunft der Welt übernehmen und ein Bewusstsein für mehr Menschlichkeit wecken. Ermöglicht werden soll dies durch künstlerischen Aktivismus, Visionieren, politische Kampagnen sowie kleinen Straßenaktionen, Veranstaltungen und Open Spaces.
Mit der Kunstperformance in Berlin wollte die NGO auf die fehlende Mitsprache und Präsenz der Jugend in der Öffentlichkeit aufmerksam machen. Die AktivistInnen des Vereins verstehen sich als Gesellschaft von morgen und wollen darauf aufmerksam machen, dass sie diejenigen sind, die mit den Konsequenzen der heutigen politischen Entscheidungen leben müssen. „Ich sollte das Recht haben, die Gesellschaft, in der ich lebe und leben werde, jetzt schon mitzugestalten und Verantwortung für meine Zukunft zu übernehmen“, Tracy Osei-Tutu, die als Regisseurin die Performance gestaltete. Daher fordern die Jugendlichen mehr Mitspracherechte und einen „Deutschen Jugendrat“, der als bundesweites Gremium über zukunftsrelevante Themen Empfehlungen aussprechen soll. Dieser Rat soll nach Angaben der NGO nach einem der ältesten demokratischen Verfahren nicht gewählt, sondern ausgelost werden.
Für seine Aktionen ist der Verein bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Das Musikvideo „Peace for Syria“ hat beispielsweise den Publikumspreis des Katholischen Jugendmedienpreises gewonnen sowie den Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ in Baden-Württemberg. Außerdem gewann das Projekt im April den Integrationspreis der Bertelsmann Stiftung, im Rahmen von „alle kids sind VIPs“. Neben Performances organisiert die NGO Workshops, Vorträge und Seminare. In Stuttgart und Berlin existieren Lokalgruppen.

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