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Wochenzeitung DIABOLO:
Millionenprojekt
Stadt will Architekturwettbewerb für neues Stadtmuseum30.08.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Millionenprojekt<br />Stadt will Architekturwettbewerb für neues Stadtmuseum

text und foto  |  Christoph Kienemann

Die Euphorie im Museumsumfeld und unter den Mitgliedern der Stadtverwaltung ist groß, über die Pläne für ein neues Stadtmuseum. Bereits im Juni stellte das Büro Iglhaut + von Grote ein Rahmenkonzept für die inhaltliche Ausrichtung eines neuen Museumsforums vor. Ende August soll nun ein Architekturwettbewerb gestartet werden. Die Baukosten sollen sich auf 16 bis 18 Millionen Euro belaufen.

Auf Einladung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums konnten sich nun die BürgerInnen aus erster Hand über das Konzept für ein neues Stadtmuseum informieren. Stefan Iglhaut präsentierte weit über 100 Interessierten seine Idee für ein Museumsforum, dass sich aus dem neuen Stadtmuseum, dem Horst-Janssen-Museum und den drei historischen Villen zusammensetzen soll. Geht es nach dem Berliner Museumsplaner, sollen die historischen Villen als eigenständiges museales Angebot etabliert werden, während die stadtgeschichtliche Sammlung in einem Neubau mehr Raum erhalten soll. Das Konzept sieht auch eine größere Partizipation durch die BürgerInnen vor. Letztere sollen Impulse für Sonderausstellungen geben und diese durch Erfahrungen und Exponate vonseiten der Stadtgesellschaft bereichern. „Das Stadtmuseum soll einen Raum bieten, in dem die Themen, die die Stadt bewegen, aufgegriffen und diskutiert werden können. Das gilt für Themen der Stadtgeschichte ebenso wie für aktuelle Fragen“, sagt Dr. Andreas von Seggern. Gestärkt werden in diesem Zuge die Museumspädagogik und das ehrenamtliche Engagement in der Museumsarbeit.
Wie genau die Ideen aus dem Grobkonzept in einem möglichen neuen Museum umgesetzt werden, steht derweil noch nicht fest. Die BürgerInnen, die MitarbeiterInnen des Museums und wahrscheinlich ein Team aus externen AusstellungsmacherInnen, wird sich mit der Umsetzung des ambitionierten Planes befassen. Denn in Oldenburg soll nicht nur ein Museum entstehen, das historische Objekte präsentiert, vielmehr soll ein Forum erstellt werden, an dem neben dem Bewahren der Vergangenheit, auch die Behandlung aktueller Themen und gesellschaftlicher Fragestellungen möglich ist. Darüber hinaus sollen sich die BürgerInnen der Stadt auf vielfältige Weise einbringen können, z. B. indem sie aktiv zur Sammlung beitragen oder mit den BesucherInnen in Kontakt treten.
Damit das Grobkonzept aber mit Leben gefüllt werden kann, muss erst die Frage geklärt werden, wie das neue Museum eigentlich aussehen soll. Dazu plant die Stadt einen Architektenwettbewerb mit hochbaulichem und freiraumplanerischem Ideenteil und bis zu 20 Teilnehmenden. Die Entwürfe werden ab Januar 2019, im Anschluss an die teils öffentliche Preisgerichtssitzung, im Stadtmuseum ausgestellt. Für den angestrebten Neubau sind bereits Fördermittel des Bundes in Höhe von 8,5 Millionen Euro bewilligt worden. „Nach dem Architektenwettbewerb kann voraussichtlich 2020 der Baubeginn erfolgen. Mit dem Neubau und einem modernisierten Konzept wird das Museum eine große Bereicherung für die Stadt“, so Oberbürgermeister Krogmann. Während der Bauzeit soll das Museum nicht einfach aus der Stadt verschwinden, sondern immer wieder mit Veranstaltungen in leer stehenden Gebäuden auf sich aufmerksam machen.

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