direkte Antwort ohne Umwege!
Kleinanzeigen
Tonträger aller Art
Soundcheck KW0421.01.2026
Texte: Horst E. Wegener
[font=Univers]Gavial: THANKS, I HATE IT[/font][font=Univers] [/font][font=Univers](VÖ: 23.1.)[/font][font=Univers] [/font]
So nachvollziehbar es schon anno 2023 war, dass sich die Band aus der Region zwischen Berlin, Dresden und Leipzig im Zuge ihrer Erweiterung vom Trio zur Vierer-Besetzung von Tourette Boys in Gavial umbenannten, so begrüßenswert ist´s, dass man sich weiterhin dem psychedelisch wabernden Bluesrock mit gesellschaftskritischen Erkenntnissen zu hassenswerten Entwicklungen rund um den Globus verpflichtet fühlt. „Tanks, I hate it“ stellt den gelungenen Versuch dar, den Irrsinn dieser Tage mit hartem Drums-, Bass- und Gitarren-Anschlag sowie einem Leadgesang, der düstere Gedanken melodiös in Wut verpackt, zu vertonen. Da capo!
Danny Bryant: NOTHING LEFT BEHIND (VÖ: 23.1.)
[font=Bembo]Dass seine Eltern ihn schon in jungen Jahren zu Blues- und Rockkonzerten in der Gegend mitnahmen, ließ in Danny Bryant bereits im Teenageralter den Ehrgeiz aufkommen, sich musikalisch mit Legenden an der Gitarre messen zu wollen. Und der Youngster war talentiert genug, um mit 18 Jahren höchst professionell den Slowhand Clapton in jener britischen Cream-Coverband zu geben, in der Dannys Papa den Bass zupfte. Die Bekanntschaft mit Bluesrock-Größe Walter Trout beflügelte, verhalf dem Bryant-Junior dann zu Auftritten an der Seite von Allman-Brothers-Frontmann Greg Allman, dem Fleetwood Mac-Begründer Peter Green, Carlos Santana oder Joe Cocker. Allerdings hinterließ das rastlose Leben on the road Spuren, mündete in Saufexzesse ein, die Danny Bryant jetzt auf „Nothing left behind“ schonungslos analysiert. Im Ergebnis: Eine bestechend unromantische Versöhnung der Gegensätze, mitreißend vertont.[/font]
Dick Brave: BACK FOR GOOD (VÖ: 23.1.)
[font=Bembo]Dass Sasha zu gern zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Genres hin und herschaltet, dürfte allgemein bekannt sein. Und so wendet der Pop-Star aus Soest sich nach Erfolgen mit verjazzten Revue-Nummern im Las Vegas-Stil nun wieder dem Rock[/font]´[font=Bembo]n[/font]´[font=Bembo]Roll zu. Auf „Back for good“ erinnert er sich seines einstigen Rockabilly-Alter egos Dick Brave und nimmt sich einige der größten Revival-Hymnen aller Zeiten vor, um sie rock[/font]´[font=Bembo]n[/font]´[font=Bembo]roll-mäßig zu überarbeiten, was ihm gewohnt lässig gelingt. Zudem interessieren Sasha alias Brave Songs, die einst die Karriere berühmter internationaler Kollegen à la Taylor Swift, Billie Eilish undundund begründeten. Und wir sind[/font]´[font=Bembo]s verblüfft, wie fetzig etwa „The winner takes it all“, „I can see clearly now“, Man Eater“ oder „Take on me“ als Rockabilly-Versionen klingen können.[/font][font=Bembo] [/font]
J.B. Dunckel: PARANORMAL MUSIC CHAMBER (VÖ: 23.1.)
[font=Bembo]Obwohl er von klein auf Klavierunterricht bekommen hatte, studierte Jean-Benoît Dunckel dann doch erst Mathe und Physik in Paris, um hernach eine Zeitlang als Lehrer tätig zu sein, bevor ihm Ende der 1980er Jahre der Architektur-Student Nicolas Godin begegnete. Nachdem die beiden sich [/font]´[font=Bembo]95 zum Dreampop-Duo Air zusammenschlossen und sie [/font]´[font=Bembo]98 mit ihrem Debütalbum „Moon Safari“ umgehend das Interesse von Filmemacherin Sofia Coppola weckten, die anfragte, ob man sich[/font]´[font=Bembo]s vorstellen könnte, ihrem Regiedebut den Soundtrack beizusteuern, war der Grundstein zur Karriere gelegt. Natürlich zeichnen die elektronisch-melancholischen Sounds, die so typisch für Air sind, auch Dunckels Solo-Arbeiten aus. Für „Paranormal Music Chamber“ schart er Mitwirkende des Orchestre de l[/font]´[font=Bembo]Opera national de Paris um sich, erschafft man gemeinsam bewusstseins-verändernde kammermusikalische Entschleunigungserlebnisse.[/font][font=Bembo] [/font]
Kamrad: TRYING NOT TO PANIC (VÖ: 23.1.)
[font=Bembo]Wenn jemand an sich und sein Talent glaubt, braucht es wohl nur noch einen Hit wie „I believe“ – und Bingo! Rückblickend kann Tim Kamrad jedenfalls sagen, dass es gut war, ein nach dem Abi begonnenes Studium zum Wirtschaftsingenieur fürs Durchstarten im Musikbusiness abzubrechen. Dem Streaming-Erfolg mit „I believe“ von 2022 folgten weitere Sensationstracks wie „Feel Alive“ oder „Be Mine“ auf dem Fuß – immerhin ganz ohne den 1997 in Wuppertal geborenen Sohn polnischer Einwanderer die Bodenhaftung verlieren zu lassen. Mit „Trying not to panic“ fokussiert sich der 28-Jährige jetzt musikalisch erst recht aufs Hinterfragen eigener Zweifel von allseits gestiegenen Erwartungen ans künftige Schaffen. Dabei verdichtet Kamrad seine Songideen gekonnt zu federleichten Indie-Pop-Balladen, die mitunter ungemein tanzbar ausfallen.[/font][font=Bembo] [/font]
















