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MoX Soundcheck KW4719.11.2025

MoX Soundcheck KW47

Texte: Horst E. Wegener

Austra: CHIN UP BUTTERCUP (VÖ: 14.11.)
Die Bandbreite von Katie Stelmanis musikalischen Vorlieben ist enorm – und deckt von der Opernarie über elektronische Sounds hin zu Punk und Pop so ziemlich alles ab. Nachdem die Tochter lettischer Einwanderer in der neuen kanadischen Heimat als Kind zunächst hochmotiviert im Opernchor gesungen hatte, was konsequenterweise in eine Ausbildung zur klassischen Pianistin und Sängerin einmündete, widmete sich Katie dann aber doch lieber einer Karriere im Synthie-Artpop-Bereich. Ihre Art zu singen ließ Kritiker und Fans schnell den Vergleich zu Pop-Größe Kate Bush ziehen. Sowohl solo als auch als Frontfrau beim Elektro-Pop-Projekt Austra ging es für die Frankokanadierin musikalisch betrachtet aufwärts, bis ihr die urplötzliche Trennung von der langjährigen Lebens- und Arbeitsgefährtin privat wahre Höllenqualen bescherte. Immerhin bot die Corona-bedingte Lockdown-Phase Gelegenheit, das Ende der Beziehung musikalisch zu überdenken: Auf „Chin up Buttercup“ verarbeitet Katie Stelmanis diesen hochemotionalen Ausnahmezustand, um schlussendlich hoffnungsfroh, energiegeladen und tanzaffin in die Zukunft zu schauen.


Jonathan Stephen Simons: TIME FLOWS LIKE WATER (VÖ: 14.11.)
Nachdem der singende und klampfende Folkbarde aus der südafrikanischen Metropole Johannisburg Jonathan Stephen Simons bei einem Musikclip-Dreh per Zufall den Schlagzeuger Ray Adam Morgan kennengelernt hatte und von diesem dann umgehend mit Bassist Stephen de Souza bekannt gemacht wurde, mischten sie als bestens aufeinander eingeschworenes Trio von 2016 an bei den unterschiedlichsten Bands mit. Ende ´21 kamen die musikalischen Seelenverwandten dann überein, zukünftig unter dem Namen ihres Frontmanns und Songwriters aufzutreten. An „Time flows like Water“ haben sie trotzdem zu dritt über zwei Jahre hinweg gefeilt, bis das Ergebnis für alle rund war. Für uns Hörer heißt das: Indie-Folk vom Feinsten.


Nina Caroline: OUTSIDER (VÖ: 21.11.)
Was für ein Talent: Nachdem Nina Caroline bereits mit elf Jahren einen Song-Wettbewerb im deutschen Fernsehen gewonnen hatte und als 17-Jährige von der Academy of Contemporary Music in England zum Studium angenommen worden war, fühlte sie sich anno 2024 bereit, ihre Eigenkompositionen im DIY-Modus aufzunehmen. Die Bekanntschaft mit dem Berliner Produzenten und Musiker Birk Buttchereyt erwies sich dann als glückliche Fügung für Ninas Debüt-EP „Outsider“, da die Zusammenarbeit des Duos dem Mix aus Folk und Pop unter den Coming-of-Age-Texten den optimalen Schliff verpassen.  


Simply Red: RECOLLECTIONS (VÖ: 21.11.)
Diese Truppe muss man nicht groß vorstellen, weshalb wir nur daran erinnern, dass schon der Album-Klassiker „Stars“ von 1991 über zwei Jahre hinweg das meistverkaufte Album in England und Kontinentaleuropa war. Mit „Recollections“ blicken Simply Red-Frontmann Mick Hucknall und seine Gefährten jetzt zum anstehenden 40jährigen Bandjubiläum sowohl zurück als auch in die Zukunft, indem sie die vierzig größten Kracher aus ihrem Repertoire zeitgemäß modifiziert neu eingespielt haben. Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für ´nen Fan mitreißender Rockpop-Balladen sein sollte, könnte hier fündig werden.


Apex Ten: ATOM (VÖ: 22.11.)
Wie hervorragend man vor allem live mit einander harmonierte, wurde Gitarrist Benoît Velez, Bassist Brad Masaya und Schlagzeuger Alex Radelet ziemlich schnell nach ihren ersten paar Sessions klar. Und nachdem sich die drei Seelenverwandten aus dem belgischen Lüttich dann auch noch über die musikalische Richtung einig waren, klapperten Apex Ten ab 2021 zunächst die Szeneclubs im Land ab, um sich hernach auch überregional ins Gespräch zu bringen. Was bei der immer größer werdenden Fangemeinde bestens ankommt: Das energiegeladene Pendeln des Trios zwischen Stoner Rock und Psychedelic, bei dem sich Ekstase und meditative Tiefe die Waage halten. Diesen Mix beherzigt man jetzt auch auf dem Konzeptalbum „Atom“, das dem Hörer eine Reise zwischen Tod und Wiedergeburt nahebringt, und Track für Track in Live-Sessions eingespielt wurde. Da capo!

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