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MoX Soundcheck KW2411.06.2025











Texte: Horst E. Wegener
Joanne Shaw Taylor: BLACK & GOLD (VÖ: 6.6.)
Schon lange bevor sich Bluesrock-Strippenzieher Joe Bonamassa anno 2020 Joanne Shaw Taylor für sein Label sicherte, rühmte man die Britin für ihre unverwechselbare Stimme und ihr virtuoses Gitarrenspiel. Entdeckt wurde sie mit 16 Jahren von keinem Geringeren als Dave Stewart; nachdem der Eurythmics-Partner von Annie Lennox ihr den Weg ins Business geebnet hatte, produzierte Taylor 2009 ihr Debütalbum „White Sugar“, was ihr zu einer beispiellosen Karriere, etlichen Genre-Auszeichnungen und internationalen Tour-Verpflichtungen mit Koryphäen des Bluesrock verhalf. Auf „Black & Gold“ schaltet der Blondschopf zwischen erdigen Rockhymnen und bittersüßen Bluesballaden hin und her, die bisweilen mit Americana, Indie-Rock oder einer Prise Eighties-Retropop angereichert werden. Und man fragt sich, warum Taylor trotz allem hierzulande noch immer viel zu wenig bekannt ist.


Nadah El Shazly: LAINI TANI (VÖ: 6.6.)
Ihre Karriere begann die in Kairo geborene und mittlerweile im frankokanadischen Montreal lebende Musikerin in einer Punkband. Allerdings ist ihre Musik längst breiter aufgefächert, erarbeitet sich Nadah El Shazly Texte, die nicht nur poetisch rüberkommen, sondern obendrein extrem bildhaft ausfallen. Die neun Tracks auf „Laini Tani“, dem zweiten Album der Wahl-Kanadierin, wollen uns in den Worten der experimentierfreudigen Komponistin gewissermaßen auf einen Trip durch Ägyptens Hauptstadt bei Nacht mitnehmen; El Shazlys Gesang ist gewagt, aber stets sanft, Klänge der arabischen Kultur werden mit elektronischen Beats aufgepeppt, so dass sich in dem entstehenden Elektropop klassische ägyptische Improvisationen mit westlichen Sounds verbinden. Das Ergebnis: Hypnotisch; hoher Suchtfaktor!


Ruth Lyon: POEMS & NON-FICTION (VÖ: 13.6.)
Die Britin Ruth Lyon wuchs im ländlich geprägten North Yorkshire auf, bevor es sie nach Newcastle upon Tyne verschlug. Vor Ort studierte die Kunstinteressierte dann zunächst Fashion Design und gründete nebenbei eine Folkrock-Band, in der die im Rollstuhl sitzende Lyon vor allem den Part der Leadsängerin ausfüllte. Dank ihrer unverkennbaren Gesangsstimme, die an Kate Bushs elfenhaft-glockenhellen Kammer-Pop erinnert, ging es nach der Trennung von den anderen Bandmitgliedern mit der nunmehr anstehenden Solo-Karriere der komponierenden Multiinstrumentalistin weiter aufwärts. Zu recht, wie es ihr jetzt vorliegendes Debütalbum unterstreicht: Elf Indie-Folkrock-Tracks, deren poetische Texte sich den Verlust und den Gewinn von Identität vornehmen oder über die einzige Konstante im Leben Lyons, die fortwährende Veränderung, nachdenken. Wir sind´s jedenfalls gespannt, was dieses musikalische Chamäleon weiterhin vorhaben mag.


Sons of the East: SONS (VÖ: 13.6.)
Mit ihrem süchtig machenden Genre-Mix aus Folk, Blues, Soul und Country, über dem ein unweigerlich an jene legendären Gesangsharmonien der US-Titanen Crosby, Stills und Nash erinnernder Lyrik-Teppich geknüpft wird, bezaubert das australische Indie-Folk-Trio Sons of the East alle Welt. 2011 gegründet, legen Nic Johnston, Dan Wallace und Jack Rollins mit ihrem energiegeladenen, treibenden Sound die ganz großen Gefühle beim Publikum frei, indem man etwa an den unstillbaren Drang, die eigenen Träume zu erfüllen oder die Liebe zu genießen appelliert. Klingt pathetisch? Wer das Trio von den bei Sydneys Jugend angesagten nahen Northern Beaches mit ihrer easy going-Mentalität einmal gehört hat, will sich die durch Sons of the East freigelegten Emotionen möglichst lange erhalten – wetten dass?!?


Van Morrison: REMEMBERING NOW (VÖ: 13.6.)
Der Ire Van Morrison ist eine der größten noch lebenden weißen Blues-Legenden. Vom Publikum geliebt und bei Kritikern sowie unter Musikerkollegen geschätzt, beglückt uns das anno 1945 in East Belfast geborene Rauhbein mal wieder mit einem Solo-Album. Van Morrison war einer der ersten Stil-Hopper, der nach seinem Ausstieg bei Them ab 1966 solch unterschiedliche Genres wie Jazz, Blues, Country, Folk, Gospel rockig in den Griff bekam. Gottlob fühlt er sich bis heute nicht genötigt, aufs Musizieren, Produzieren oder Touren zu verzichten. Sein Arbeitsethos? „Die Sache mit dem Blues ist: Du darfst ihn nicht zu sehr analysieren. Du spielst ihn einfach. So habe ich es immer getan“.

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