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Was gibt’s eigentlich für die jungen Leute...01.04.2026









In der Freizeitstätte arbeiten neben Leiterin Katrin Wiese, Evren Rocker, Joëlle Fischer-Fernandez, Arndt Dongowski und Kristina Heyden und kümmern sich täglich um bis zu 130 junge Menschen. Für diese wird in der Cafta wirklich viel geboten. Wie in den anderen Freizeitstätten auch, gibt es in Kreyenbrück ein breites freies Angebot: Kickern, Billard, Spiele oder einfach zusammensitzen und quatschen. Daneben bietet das Haus allerdings allerhand Besonderheiten: durch die unmittelbare Nähe zum Sportpark können Scooter und BMX-Räder ausgeliehen werden, sodass der Skatepark, der direkt an die Cafta grenzt, auch von jenen genutzt werden kann, die sich solch doch recht kostenintensive Sportgeräte nicht leisten können. Fakt ist dass Freizeit teuer ist, das fängt schon bei ganz einfachen Hobbies an. So liegt der Fokus in der Freizeitstätte Kreyenbrück sehr darauf, Teilhabe auch für Kids aus einkommensschwächeren Familien zu ermöglichen. „Wir machen viele Ausflüge. So versuchen wir einmal im Jahr in den Heidepark zu fahren, weil wir von der der Mannschaft der Corvette Oldenburg (Bundesmarine) immer eine Spende bekommen, die sie auf dem Weihnachtsmarkt sammeln. Damit können wir die Eintrittskarten und zum Teil auch den Bus bezahlen. So können sie dann für recht wenig Eigenbeteiligung in den Heidepark fahren“, erzählt Katrin Wiese. Zeltausflüge, Bowling, Weihnachtsmarktbesuche auf Gut Sannum oder Ausflüge an die Nordsee hat es schon gegeben. Aber auch im Hause wird es nicht langweilig. In Zusammenarbeit mit der Jugendkulturarbeit werden zum Beispiel zwei Theatergruppen betreut. Freitags gibt es die Möglichkeit mit einem Fußballtrainer auf dem Kunstrasenplatz ein paar Bälle zu schießen. Zudem gibt es im Obergeschoss, das derzeit noch wegen Umbauten und Brandschutzauflagen geschlossen ist, einen Proberaum samt Aufnahmestudio für junge Bands, eine Kreativwerkstatt und auch eine neue Räumlichkeit, die als gemütliches Wohnzimmer vor allem zum Lesen einladen soll. Im Außenbereich können auch ein paar gärtnerische Fähigkeiten in den Hochbeeten und im kleinen Gewächshaus erlernt werden. Besonders beliebt sind zudem die Kochangebote. So gibt es immer donnerstags ein kostenloses Abendbrot unter der Voraussetzung, dass bei der Zubereitung geholfen wird. Angebote zu schaffen, um junge Menschen ein wenig auf andere Gedanken zu bringen oder auch einfach nur den Magen zu füllen, ist ein großes Anliegen des Teams. Hinzu kommen das offene Ohr und das Bestreben, den Ort zu einem Safe Space für alle zu machen. „Unser Angebot ist offen für alle. Uns ist es sehr wichtig, dass hier jeder seinen Ort finden kann. Wir haben hier zum Glück kaum antisemitische oder queerfeindliche Vorfälle, weil wir dann direkt in die Diskussion gehen. Das sind Dinge, die wir so nicht stehen lassen“, so Wiese. Natürlich gibt es auch Reibung da, wo viele verschiedene Charaktere aufeinandertreffen. Wer sich übermäßig daneben benimmt, muss gehen, bekommt aber ebenso die Chance, das eigene Verhalten zu überdenken und wiederzukommen. Katrin Wiese ist seit sechs Jahren in der Cafta aktiv. Eigentlich ist sie studierte Biologin. An einer Hauptschule gab sie Kurse und arbeitete gleichzeitig als Sozialpädagogin, bevor ihr Weg sie in die Berufshilfe für Jugendliche brachte. Als die vorherige Leitung der Freizeitstätte in Rente ging, bot sich die Chance für einen Jobwechsel an, denn neben ihrer Arbeit absolivierte Katrin Wiese noch ihren Bachelor und Master in Sozialer Arbeit. „Ich komme hier aus der Gegend und fand das sehr schön. Das Arbeiten ist viel freier und ich wollte einfach mal was anderes machen“, erzählt sie. Neben der Arbeit mit den jungen Menschen muss sie sich als Leiterin natürlich auch um das Organisatorische kümmern: Netzwerken, Gelder verwalten und das Team einteilen und betreuen. „Hier wird mit Menschen gearbeitet, die ihre eigenen Probleme mitbringen. Da muss es dem Team gut gehen, damit alles funktioniert“, erklärt sie. Auch hier in Kreyenbrück sind die Jugendlichen betroffen von den Schwierigkeiten, die die sozialen Medien mit sich bringen: das Verlernen von einem vernünftigen Umgang miteinander, das Trennen von echten Nachrichten und Fake News und die Isolation, die mit der übermäßigen Smartphonenutzung einhergehen kann. Zudem spielt auch das Thema Drogen und Vapen in und um die Cafta eine große Rolle. Gerade letzteres sei ein zunehmendes Problem, das nicht genug reguliert werden würde. Es gilt also, stetig auf die neuen Herausforderungen, mit denen sich junge Menschen konfrontiert sehen, einzugehen, zwanglose Alternativen anzubieten und einen kleinen Schubs in eine sicherere Richtung zu geben.

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